und privaten kleineren Wasserleitungen durch die Vororte bzw.Bezirke Wiens- auch aufgrund der immer stärkeren Verbauungund der vermehrten Pflasterung der Straßen, welche zu einemSinken des Grundwasserspiegels führte- nicht mehr aussreichten,lieẞ Kaiser Ferdinand I. eine einheitliche Wasserleitung für Wienund die Vorstädte errichten. Das Wasser wurde dem Grundwasser-strom, der seine Speisung zum größten Teil vom Donaukanalerhielt, mittels Dampfmaschinen gehoben. Mit der Vollendung undInbetriebnahme der 1. Wiener Hochquellenleitung 1873 wurde dieKaiser- Ferdinand- Leitung aufgrund ungenügender Wasserqualitätaußer Betrieb gesetzt. Die neue Leitung- auf Initiative und unterder Bauaufsicht des Geologen, Paläontologen und Politikers EduardSuess brachte und bringt auch heute qualitätiv hochwertiges Was-ser von mehreren Quellen im Rax-, Schneeberg- und Schneealpen-massiv. Sie wurde durch die II. Wiener Hochquellenleitung ergänzt,die 1910 in Betrieb ging und aus steirischen Quellen des Hoch-schwabzuges gespeist wird. Diese beiden Leitungen versorgen bisheute die Wiener Bevölkerung mit hochqualitativem Trinkwasser.Abgesehen von seiner Funktion als( billigster) Durstlöscher dienteWasser früher in flüssiger wie auch in gefrorener Form der Kühlungvon Lebensmitteln. Die bereits erwähnten Meierhöfe benutzen Was-serkühlung am Hof sowie speziell konstruierte Kühlapparate und Eiswährend des Transportes nach Wien, um die Milch frisch zu halten."Wasser war nicht nur zur Frischhaltung und Zubereitung zahlrei-cher Speisen, sondern auch als Antriebsmittel von Getreidemühlennotwendig. Wassermühlen, meist mit oberschlächtigen Rädern.
Wasserflasche. Tótkomlos/ Ungarn, 19. Jahrhundert
Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, Inv. Nr. 5502, H= 28 cm
Dieses Gefäß dient dem Wassertransport bei der Feldarbeit oder auf der Jagd undwird aus Holz oder Ton hergestellt. Die Flasche kann mittels eines Lederriemensüber die Schulter gehängt oder am Sattel befestigt werden, sodass beide Händefrei sind für die verschiedenen Verrichtungen. Wasserflaschen aus Holz warenaufgrund des billigen Materials weit verbreitet und wurden vom Drechsler her-gestellt.
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