Speisereste- vor allem im ländlichen Raum zum Gießen bzw.Düngen im Hausgarten, sodass kaum ein Tropfen verschwendet,also ungenützt weggeschüttet wurde.
Um eine größere Menge Wasser aus Brunnen oder Wasserleitungensammeln zu können, wurden Speicherbauten an höhergelegenenStellen oder in flachen Gegenden wie dem nördlichen Burgen-land- Wassertürme errichtet, von wo aus das Wasser durch Eigen-druck weiterfloss.* Manche der großen Meierhöfe der ehemaligenHerrschaft Ungarisch- Altenburg beispielsweise verfügten über solchsichtbare Zeichen der Wasserversorgung. Auch auf den Feldernwurden tiefe Brunnen mit Hebewerken errichtet, um eine guteErnte zu sichern. Und noch ehe die Gutsarbeiter/ innen in denGenuss fließenden Wassers kamen, wurden Wasserleitungen zumTränken der Tiere in die Ställe verlegt.5
In Wien erfolgte die Wasserversorung lange Zeit ebenfalls überöffentliche und Hausbrunnen, welche jedoch mit dem Anwachsender Bevölkerungszahl nicht mehr ausreichten. Bereits zu Beginndes 16. Jahrhunderts klagte man über Trinkwassermangel, wobeidieses den heutigen Vorstellungen an Reinheit keinesweg ent-sprach. Als Folge von fehlenden Kanälen und durchlässigen Senk-gruben kam es durch die zunehmende Verseuchung des Bodens zuregelrechten Brunnenvergiftungen. Die erste urkundlich belegteWasserleitung wurde um 1553 als„ Siebenbrunner Hofwasserlei-tung" für die kaiserliche Burg errichtet. Doch auch Klöster, Stifte,Kasernen, Palais des Hochadels und Gebäude der Ministerien warenan diese Leitung angeschlossen. Als die verschiedenen öffentlichen
Taufe Christi. Nicula/ Rumänien, Hinterglasbild, Mitte 19. Jahrhundert,Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, Inv. Nr. 4922, H= 28 cm, B= 25,5 cm,, Zu der Zeit kam Jesus nach Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich vonihm taufen ließe.[...] Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus demWasser. Und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wieeine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vomHimmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallenhabe."( Matthäus 3, 13- 17)
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