Veronika Plöckinger
Lebensquell Wasser im täglichen Leben
Die Erde ,,, blauer Planet" genannt, ist zu 70 Prozent mit Wasserbedeckt, doch nicht einmal drei Prozent davon sind Süßwasser, undnur ein Zehntel dieser Menge ist flüssig vorhanden. Das übrigeSüßwasser ist in Gletschern und den Polarkappen gefroren.'Wasser ist für Mensch und Tier lebenswichtig: Es dient als Trink-wasser, man benötigt es für pflanzliche und tierische Nahrung undals Mühlradantrieb, Wasser kocht oder kühlt ebendiese Nahrung; eswird zum Waschen, Feuerlöschen und Transportieren( von Lebens-mitteln und Gebrauchsgütern sowie in früheren Tagen auch vonNeuigkeiten bzw. Informationen) verwendet.
Am wichtigsten war und ist sicherlich das Trinkwasser. Dieseswurde in ländlichen wie in städtischen Gebieten in Brunnen an dieOberfläche befördert und von dort von den Frauen, älteren Kindernoder Dienstboten mit Kübeln und Kannen in die Häuser geholt.Dadurch dienten die Brunnen auch als Kommunikationszentren,wo man Neuigkeiten austauschen konnte, während man daraufwartete, an die Reihe zu kommen. Dasselbe galt für das Anstellenbei den Wiener Wasserwägen: Wassermänner brachten mit ihrenPferdewägen das„ begehrte Nass“, das sogenannte Wasserweiber inButten in die oberen Stockwerke der Häuser trugen.²
Das vom Brunnen oder vom Wasserwagen geholte Wasser wurde imHaushalt nach der jeweiligen Weiterverwendung- in höherenSchaffen für reines Trinkwasser und niedrigeren Abwaschschaffenaufbewahrt. Die Schaffe bestanden ursprünglich aus Holzdauben,die mit Holzruten bzw. später mit Eisenbändern zusammengehal-ten wurden. Zwei gegenüberliegende Dauben, länger als die übri-gen, waren durchlocht und dienten als Handgriffe. Später wurdensie von Emaileimern und Blechschaffen abgelöst.³ Nach dem Ab-waschen diente das gebrauchte, abgestandene Wasser mitsamt der
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