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Nußknacker und Weihnachten : Ausstellung im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee, Oktober 1999 - Januar 2000
Entstehung
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Weihnachten in der polnischen TraditionDie Weihnachtstradition in Polen

Weihnachten, ein christliches Fest, wurde eingeführt, umdas Geheimnis der Geburt von Jesus Christus zu ehren. DerRang eines Feiertages wird vor allem durch die Liturgie unddie damit verbundenen Gebräuche, die aus der Verbindung mitder Annahme der liturgischen Zeremonien hervorgingen, unter-strichen. Dieser Feiertag fällt auf den 25. Dezember und wirdmit der Wintersonnenwende in Verbindung gebracht, um dieSymbolik der Erscheinung des Gottes in Menschengestalt aufder Erde, des Lichtes, das die irdische Wirklichkeit erleuchtet,zu unterstreichen. Dem Fest geht eine Vorbereitungszeit( Ad-vent) voraus und es wird durch die Oktave und weitere Weih-nachtsfeiertage ergänzt.

Die Sitten und Gebräuche, die mit dem Feiertagszyklusverbunden sind, enthalten zahlreiche, aus der Antike stammen-de sowie einheimische, vorchristliche Elemente. All diese Fe-ste hatten einen fröhlichen, prächtigen, beinahe schwelgerischenCharakter, man unterstrich die Gleichheit von allem und jedemund den Erfolg für das kommende Jahr konnte man nicht nurweissagen, sondern ihn sich auch durch die Ausführung be-stimmter magischer Tätigkeiten und Zaubersprüche sichern.

Volksglauben

In vielen Ländern Europas spricht man im Volksglaubendavon, daß sich am Heiligen Abend das Wasser in den Quellen

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und Bächen für kurze Zeit in Wein, Honig oder sogar Gold ver-wandelt und, nachdem man es geschöpft hatte, es nicht wiederzu Wasser wurde; nur unschuldige und glückliche Personenkönnen das erleben. Man nimmt auch an, daß es möglich ist,daß sich der Himmel öffnet und alle Wünsche erfüllt werdenoder auch, daß die Steine aus der Erde steigen und sich um dieeigene Achse drehen.

In ganz Europa ist der Volksglauben bekannt, aus demhervorgeht, daß am Heiligen Abend die Vögel und Haustiere,außer dem Pferd, das bei der Christusgeburt nicht dabei war,sprechen können.

In Polen ist die Geschichte über einen Bauern bekannt,der, als er den Rindern an der Krippe zuhörte, erfuhr, daß er inKürze sterben wird und vor Schreck am nächsten Tag starb.

Eine andere berichtet davon, daß die Rinder während derMesse auf die Knie fielen sowie von der Verbeugung der Pflan-zen und Bäume vor dem neugeborenen Kind.

Der Glauben an außerirdische Kräfte und die Anwesenheitder Seelen von Verstorbenen auf der Erde war allgemein verbre-itet. Böse Mächte kommen auf die Erde herab, um den Men-schen Schaden zuzufügen. Um dies zu verhindern, wird am Tagder Heiligen Drei Könige mit geweihter Kreide eine Linie geze-ichnet, an den Wänden Kreuze aus Wachs angebracht oder miteiner Kerze ein Kreuz an die Decke gezeichnet. Es bestand auchder Brauch, das Essen am Heiligen Abend als Festmahl zu Ehrender Verstorbenen abzuhalten. Es wurde schweigend und ohneunnötige Gesten eingenommen, um die anwesenden Geister nichtzu verjagen und ihnen nicht zu schaden, man stellte ihnen einzusätzliches Gedeck auf den Tisch, gab ihnen Essen oder Essen-sreste, mitunter wurden ungewöhnliche Gäste eingeladen( En-