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zeigt der Kasten v. J. 1821 Blumenmalerei nach Art der Bieder-meier, der braune Kasten v. J. 1749 und der Großvaterstuhl danebenweisen merkbar stärkeren kleinbürgerlichen Einschlag auf. Derbienenkorbförmig aus Topfkacheln mit Wölbboden aufgebauteHinterladerofen(„ Ruabnhaufen") entspricht einem in ganz Ober-steier mit geringen Abwandlungen bekannten Typus.
RAUM III.
Alpacher Stubenkammer, Nordtirol.
Der Zierstil dieses etwas schwer zugänglichen Paralleltaleszum Zillertal( bei Brixlegg) bewahrte nachweislich seit etwa 1620den gleichen aus gotischer Maltechnik abgeleiteten Charakter. Wasihm besondere Eigenart verleiht, ist die weiß- rot- grüne Malerei( inLeimfarben) auf dem naturbelassenen Holzgrund, der durch denFirnisüberzug einen warmen braunroten Ton gewinnt. Den derVolkskunst geläufigen Motivenschatz beleben die Maler durch dieAnbringung kleinerer Zierfriese mit Jagdszenen, fremdländischenund Fabeltieren usw. Der Bau der Kästen im Besondern ist einfach,klar und straff.( Auch Abteil IV enthält einige Alpacher Stücke.)Der stattliche Barockofen stammt aus einem Bergwerkshaus vomJochberg, zwischen Kitzbühel und Mittersill.
RAUM IV.
Alpacher und Vorarlberger Möbel, Montafoner Getäfel.
Im Vorraum sind durch einen Zillertaler Ofen aus dem 16. Jahr-hundert, mit graphitierten Tafel- und Halbzylinderkacheln, zweiTischwinkel abgeteilt. Einerseits ein schlichter eingelegter Tischaus dem Oberinntal 1806, mit Stühlen aus dem gleichen Umkreis,andererseits reicher furnierter und eingelegter Tisch aus dem Mon-tafon, Vorarlberg, mit eingelassener Schieferplatte, dazu NordtirolerStühle mit Rundlehne. An der Schalwand des Getäfels alpen-ländische Hinterglasbilder. Das Montafoner Getäfel mit farbigerSchnitzverzierung der gefelderten Decke schließt eine Schlafstubein sich, wie sie für die hohe Wohnkultur dieses Gebietes vielerortsbezeichnend war und ist. Es zeigt zusamt den beschnitzten Türen,und dem wenig tiefen Wandschrank Einfluß des Zopfstils, wogegenBett und Truhen bäuerliches Barock darstellen.