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RAUM XVI.
Kärnten und Krain.
Ueberwiegt in Kärnten noch durchaus der westlich alpen-ländische Kulturcharakter, der auch den oberkrainerischen- slowe-nischen Grenzgebieten eignet( Krajina bedeutet Grenze), so mengtsich dem in Unterkrain auch schon älteres kulturelles Erbe Südost-europas zu. Was in Kasten 1 und 2, Wand 3, 6 und Pult 4 im Raumverteilt ist, gibt einen Ausschnitt aus dem älteren Besitzstand anreligiösem Schmuck des Hauses( Hausaltärchen, Heiligenfiguren,Beinkrippe, Kruzifix), an hölzernem Kleingerät, wie solches unteranderem die Hausindustrie in Oberkrain in Massen erzeugte( manvergl. auch die Fäßchen, Zuber und Schaffe auf den Truhen, ebensoHolzlöffel und Pfeifenköpfe in Pult 4) sowie altem Herd und Be-leuchtungsgerät. Neben Kasten 1 an der Wand altertümlicheBuckelkraxe( Traggestell) und Ledersäcke für den Bergbau.Porträt des ob seiner ersten Landesbeschreibung von Krain landes-und volkskundlich rühmlichst bekannten E. Frh. v. Valvasor( 17. Jahrh.). Kasten 2. Erzeugnisse der sehr altartigen Töpfereibe-triebe in Kärnten und Krain, altes Schwarztongeschirr( Gugelhupf-formen) auch auf der Truhe nebenan. Wand 3. Zuoberst deutscheHandwerkerzeichen der Müller( Zahnräder), Glaser, Ofenhafner,Besteckmacher usw., dann Stirnbretter von Bienenstöcken mitMalereien landschaftlichen wie auch religiösen und scherzhaft sa-tirischen Charakters, Bauernstreit, Spott auf Handwerker, VerkehrteWelt( Tierfabel), Altweibermühle Glossar ::: zum Glossareintrag Altweibermühle, nach deutschem Vorbild zumalbei Slowenen verbreitet. Daneben Getreide- und Backmulden alterForm mit Ritzmustern nach älterer nur mehr in Südosteuropa er-haltener Ueberlieferung. Sie werden hier, wie in antiker Zeit( Ge-treideschwinge der Demeter), auch als Kinderwiegen verwendet.Weiters als deutsche alpenländische Formen Mangelbretter. AuchMalerei und Einlegearbeit der Truhen entspricht diesem Kultur-umkreis. Bemerkenswert die altertümlichen Fangeisen und Bilch-mausfallen( Untersatz 6). Kasten 5. An der Rückwand die durch rei-che Buntstickerei ausgezeichneten Decken für die österlichen Weih-körbe aus dem Rosental, Polsterüberzüge mit Bunt- und Schwarz-stickerei und mit streifigen Mustern durchwebte Handtücher. DavorKärntner- und Krainer- Trachten. Man beachte den im wesentlichendeutsch- alpinen Charakter der Tracht eines slowenischen Bauernmit Kniehose und kurzer Joppe gegenüber der altartigen und darin