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Führer durch das Museum für Volkskunde
Entstehung
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Einleitung.

Das Museum für Volkskunde in Wien bis 1918Museum für österreichische Volkskundewurde im Jahre 1895 vom Verein für( österreichische) Volkskundeals ein Institut begründet, das der Darstellung und musealen Pflegeder nationalen Volkskulturen im alten Oesterreich in wissenschaft-lich vergleichender Richtung dienen sollte; lag und liegt doch indem Zusammentreffen der drei großen Volkskreise des DeutschenVolkes, der Slawen und der Romanen auf diesem Boden ein Gutteilder Volks- und Kulturprobleme Mitteleuropas beschlossen. Es hatan die Aufgabe solcher Wesensforschung in der Ausgestaltungseiner Sammlungen, wie in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit,jahrzehntelang erfolgreiche Bemühung gewendet. An Umfang undAnsehnlichkeit der Schaustellung ist dabei die Deutsche Volks-kultur in den österreichischen Ländern mehr und mehr in den Vor-dergrund getreten und mit der staatlichen Neugestaltung Mittel-europas ist die Veranschaulichung Deutschösterreichsnaturgemäß zur erziehlichen und volksbildnerischen Hauptaufgabedes Museums geworden. Dem zeitgemäßen wissenschaftlichen Aus-bau der vergleichenden Volkskunde folgend, hat es indes sein For-schungsfeld schon früh auf die Erkundung der charakteristischenLebenskreise und Rückzugsgebiete alter Kulturformen in Europaüberhaupt ausgedehnt. So entstand eine in sich geschlosseneSammlung aus den Karpathenländern, ferner eine letzthin bis Bul-garien, Rumänien und Griechenland reichende wertvolle Vergleichs-möglichkeiten bietende Sammlung aus den Balkanländern. Klei-nere vorzugsweise ergologische Sammlungen wurdenaus derdeutschen und romanischen Schweiz, Oberitalien und den Adria-ländern, der römischen Campagna, Sardinien und Sizilien angelegt,das Museum verfügt ferner über eine ansehnliche Sammlung ausden baskischen Provinzen in den Pyrenäen und kleinere Beständeaus der Bretagne, die zusammen mit Vergleichsgruppen ausDeutschland, Schweden Besonderheiten und Gemeinsamkeiten desaltartigen europäischen Volksbesitzes überhaupt zu veran-schaulichen vermögen. Wenn auch ein Teil dieser vergleichenden