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Führer durch das Museum für Volkskunde
Entstehung
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sind Doppeladler, Vogel- und Tiergestalten, Jagd-darstellungen; auch fremdländische Tiere wie Löwen,Elefanten, Antilopen sowie Fabeltiere( Greife, Ein-hörner) sind eingestreut.( Zwei Alpacher Truhenund ein Bettaufsatz auch im Raum IX.)

RAUM IV.

Getäfeltes Schlafstübchen aus Montafon( Vorarlberg).- Tiroler Mobiliar.

Im Raum IV ist ein hübsches, aus dem Beginn des18. Jahrhundertes stammendes Getafel eingebaut;die geringen Ausmessungen sind für die MontafonerSchlafkammern typisch. Die Decke ist mit einemschön geschnitzten Mittelstück( Name Jesu) und vierGitterfeldern verziert; auch an den Seitenwändenzierliche Schnitzfelder( Kränze). Die typische Ein-richtung einer solchen für das bäuerliche Ehepaarbestimmten Schlafkammer besteht aus dem Ehebett,einem oder zwei Wäsche- und Kleiderschränken,einer Truhe und einem Eckwandkästchen für eineHausapotheke. Sämtliche Möbelstücke sowie diebeiden Türen sind mit teilweise bemaltem Relief-schnitzwerk in barockem stil verziert. Der typischgeformte Tisch mit Schieferplatte mit den niedrigenÄrmstühlen steht sonst gewöhnlich in der Wohn-stube. Im Raum IV( außerhalb der Täfelung) be-achte man noch den aus graphitierten Kacheln( teilweise mit Reliefbildern) aufgebauten Ofen des16. Jahrhundertes aus dem Oberinntal sowie zweiTruhen aus dem Vintschgau mit derber Kerbschnitt-ornamentik der Vorderwände, endlich eine kassettiertefrühe Truhe aus dem Oetztal, nebst einer kleinenKammertruhe aus Vorarlberg.

RAUM V.

Bürgerliches Wohnstübchen aus Kärnten.

Einige bürgerliche Möbelstücke mit ziemlichreicher Holzintarsia verziert, aus Villach stammend,füllen den Raum. Die von Italien her beeinflußteHolzintarsia tritt in Kärnten und Krain wie in Süd-tirol stärker hervor. Man beachte die typisch aus-gestickte Betteneinrichtung, die in den Motiven wieden Farben des Stickwerkes sehr charakteristischist. Die große Spieluhr in der Ecke spielt alter-tümliche Ländlerweisen ab.