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SAAL VIII.
Bildschnitzereien und künstlerischeHausindustriearbeiten nebst Spiel-waren aus Salzburg und Tirol, besonders ausdem Grödener Tal.
Seit Jahrhunderten bestreiten zahllose hand-werkliche Herrgottschnitzer und mehr oder minderungelernte Volkskünstler sowie verschiedene Haus-industriebetriebe den Volksbedarf derder Alpen-bevölkerung an religiösen und weltlichen Holz-schnitzwerken Ihre Erzeugnisse waren Heiligen- undChristusfiguren, Kruzifixe, figurale Gruppen. Krippen-figuren( Köpfe, Hände und Füße), deren Bemalung( Fassung) vielfach in den Händen der weiblichenFamilienangehörigen der Schnitzer lag oder durchwandernde Maler( Fassaner) besorgt wurde. Auchdie Tuifele-Maler haben vielfach geschnitzelt.Motive und Vorlagen der höheren Kunst( alteKupferstiche, Kirchenbildwerke) leiteten vielfachdiese volkstümliche Produktion. Man beachte be-sonders die vorzüglichen Arbeiten im Wandkasten 3und den Aufsätzen der Mittelschränke 6 und 8.Auch volkskünstlerische Hausindustrien, wie dieHalleiner und besonders die Grödener, dieBerchtesgadener und Oberammergauer( seit dem17. Jahrhundert nachweisbar), produzierten religiösewie profane Bildschnitzereien in Massen, Genre-und Scherzfiguren, Karikaturen, Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag Volkstypen, volks-tümliche Tierfiguren und Tiergruppen als Ersatzder zeitgenössischen vornehmeren Porzellanfigurenund Porzellangruppen( 8, 11). Einen besonderenZweig zumal der Grödener Hausindustrie bildetedie Spielwarenerzeugung( 7, 10), von welcher die tafel-weisen Zusammenstellungen an den Wänden undin 12 einen Begriff geben. Besondere Spezialitäten derGrödener Schnitzerwaren sind die künstlerisch ver-zierten Rahmen mit reichgeschnitztem Blattwerk-verschiedene Beispiele an Wand 9. Endlich sei auchnoch auf die Erzeugnisse der Pfeifenschneider inVitrine 13 hingewiesen.
IX.
Bäuerliches Mobiliar und kleinererHausrat aus Salzburg, Nordtirol und Vorarlberg.
Die ältesten mit dem Haus und seinen Wändenfestverbundenen Möbelformen sind in zwei vertäfelten