10
SAAL II.
Volkstrachten aus Innerösterreich, Salzburgund Tirol mit Vorarlberg( 3, 4, 5, 6, 8, 9).
Die Volkstrachten sind bis auf Tirol, besondersdessen deutschen Süden und Vorarlberg schon imstärksten Hinschwinden begriffen. In Nieder- undOberösterreich und der Steiermark nähern sie sichviel mehr der bürgerlichen Tracht des 18. Jahrhundertes,dem sie zumeist entstammen. Die Frauentrachtenhaben sich viel zäher erhalten als die Männertrachten.Es handelt sich durchwegs um die Sonntags- undFesttagskleidung, während die Werkstrachtenüberall viel schlichter geartet sind. Die TirolerTrachten sind vielfach talweise verschieden undzumeist aus dicken, soliden, hausindustriell erzeugtenStoffen gearbeitet; auch die Kopfbedeckungen dieserGebiete repräsentieren viel ältere Moden. Bemerkens-wert sind auch die verschieden verzierten ledernenBauchranzen( in den Saalecken).
Die Trachtenbilder an den Wänden sind alsZeugnisse für die Geschichte der Volkstrachten vonWert und Bedeutung Man beachte auch den Volks-schmuck in den Pulten 10, 13, zumeist in Silber undin Filigrantechnik, vielfach in Formen des 18. Jahr-hundertes gearbeitet, die mannigfaltigen Kämmeder Frauen aus Holz, Horn oder Metall, 11, dieHaarnadeln und Haarpfeile( Saal III), ferner diemannigfaltigen Textilarbeiten der Frauen( Stickereienfür Haus und Kirche, Haubenbänder, gestickteBusentüchlein u. s. w.) 12 und 14.
SAAL III.
-
Volks-
Volkstrachten aus Südtirol.schauspielfiguren aus Salzburg und Tirol.
Verschiedene farbenbunte Trachten aus demPustertale, der Bozener und Meraner Gegend undden Dolomiten in den Wandschränken 3, 6, 7. Imkleinen Mittelschrank 11 eine Sammlung von Haubenund Hüten nebst Braut- und Totenkronen. Reicherbunter Braut- und Hochzeitsschmuck aus Salzburgund Tirol im vorderen Fensterpult 8. In dengrößeren Mittelschränken 10, 12 Figurinen vonVolksschauspieltypen: den Tresterertänzern« vonKrimml in Pinzgau, den Zottlern oder> Huttlern<