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Führer durch das Museum für Volkskunde
Entstehung
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Architektur der Hallstätter Kirche stellt das Werkin Aufbau und sorgfältigster Innenausstattung einefreie Schöpfung dieses hochbegabten Volks-künstlers dar.

I. Deutschösterreich.

RAUM I.

der

Sammlungen aus Niederösterreichund dem Heanzengebiet.Niederösterreich ist unter dem EinflußGroßstadt Wien und des hochgesteigerten Verkehrs-lebens in Bezug auf seine althergebrachte materielleVolkskultur längst völlig verarmt. Auch die Volks-tracht ist bis auf geringe Reste im Triesting- undPiestingtal, in der Wachau und dem Waldviertel,dem Semmering- und Oetschergebiet verschwunden.Der Osten des Landes berührt sich vielfach mitheanzischem Volkswesen( in Deutsch- Westungarn),das in einigen Belangen hier zugleich Darstellunggefunden hat. Es treten der Weinban, die Holz-und Pecherwirtschaft, von ehemaligen Hausgewerbendie Töpferkünste des Steinfeldes und Leithagebirges,kleinbürgerliche textile Frauenkünste( Gold-, Spitzen-und Brettlhauben, Stickereien), Ueberreste des einstverbreiteten Wallfahrts- und Votivwesens, verschie-dene bäuerliche Spiele, volkskünstlerisches Bilder-werk in einzelnen bemerkenswerten Zügen hervor.

In den Wandkästen 1 und 2: Männertrachtenaus Gutenstein und dem Waldviertel, Frauentrachtenaus der Wachau In den Glaskästchen 3 und 4nebenan Gold-, Spitzen- und Brettlhauben aus ver-schiedenen niederösterreichischen Gebieten.

Darüber Bilder mit Hauertrachten der BadenerGegend.

An den Wänden heanzische Stickereien undMangelbretter, unter dem Weißgeschirr im Kasten 6sowie den Schüsseln und Pfannen nebst Krügen in7 und 8 auch heanzische Erzeugnisse. In der Fenster-nische Faßböden mit reicher Reliefschnitzerei,zumeist religiöse Motive, aus verschiedenen nieder-österreichischen und heanzischen Weingegenden.In der Mitte des Raumes ein altertümliches Lichtradfür Kellerbeleuchtung; am Fenster Hängeroste fürKienspanbeleuchtung, Schneeberg- und Wechsel-gebiet. Einzelne volkskundlich interessante Objekteauf den Stellbrettern am Boden.