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Führer durch das Museum für Volkskunde
Entstehung
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VORWORT.

Mit Genugtuung übergibt der unterzeichneteDirektor das Museum für Volkskunde, dasErgebnis sorgen- und mühevoller Arbeit einesVierteljahrhundertes, der Oeffentlichkeit.

Träger und Eigentümer dieser Museumsschöpfung,in welcher Wien wohl das größte und reichstevolkskundliche Museum Europas erhält, ist der vomUnterzeichneten in Gemeinschaft mit Dr. W. Hein( 1903) vor fünfundzwanzig Jahren begründete> Verein für österreichische Volks-kunde. Zwanzig Jahre vorbereitender Arbeit undprovisorischen Bestandes in äußerst beschränktenMieträumlichkeiten des Börsegebändes hatte dasvormalige> Museum für österreichische Volks-knnde hinter sich, als es mitten im tobendenWeltkrieg zu Beginn des Jahres 1917 in sein jetzigesumfangreiches Gebäude, den ihm vom WienerGemeinderat mietweise überlassenen ehemals gräflichSchönbornschen Sommerpalast zu übersiedeln hatte.Umfassende bauliche Umgestaltungen und Herrich-tungen am ganzen, lange vernachlässigten Gebäudemußten der mühevollen inneren Einrichtung desMuseums mit seinen 54 Räumen und der Aufstellungder Sammlungen unter den denkbar schwierigstenVerhältnissen vorangehen.

Dabei war die finanzielle Grundlage desMuseums niemals eine gesicherte. Außergeringfügigen Unterstützungsbeiträgen des alten öster-reichischen Staates und der Stadt Wien sind die Mittelzum Ausbau der Sammlungen und der musealen Ein-richtung im Börsegebäude wie besonders auch imneuen Museumsgebäude durch die Museumsleitungund den Verein für österreichische Volkskunde< zumallergrößten Teile aus privaten Hilfsquellenaufgebracht worden. Mit warmem Dank sind hier ausder Reihe der Museumsfreunde, deren Namen im

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