5
dem Ende der alten Monarchie, in den von materieller Noterfüllten Jahren der Inflation nicht mehr weitergeführtwerden konnte. Es gab in den Dreißigerjahren ab und zuprivate Nachsammlungen, etwa durch Marie Lang- Reitstätteroder durch Rudolf Kriss, wodurch das eine oder andere Stücknoch dem Museum zuwuchs. Aber die Erwerbung von repräsenta-tiven Objekten hatte früher und später aus den verschieden-sten Gründen nicht erfolgen können, und so blieb der Lun-gauer Bestand im Wiener Museum etwas lückenhaft. Erst einegewisse Wandlung in der Erwerbungstätigkeit nach dem Zwei-ten Weltkrieg schuf hier Wandel. Man legte auf Originalob-jekte, einmal ein Besteck, einmal ein Wachsvotiv, dann wie-der eine Säge, dann vielleicht noch ein Andachtsbild, nichtmehr den gleichen Wert wie das noch in der Zwischenkriegs-zeit der Fall gewesen war. Es ließ sich auf die Erwerbungvon künstlerischen Darstellungen aus dem Volksleben umstei-