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Ausstellung Häuser und Menschen des Burgenlandes in der zeitgenössischen Graphik und Malerei : Katalog
Entstehung
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konnte also abgesehen werden. Dagegen erhoben sichneue Probleme. Die Dokumentation durch Sachsammlung undPhotographie ließ sich, wie sich bald ergab, vor allemdurch die Erwerbung von künstlerischen Zeugnissenergänzen, allmählich auch ersetzen. Schon in den erstenJahren nach 1945 erwuchs so der Gedanke der" NeuenGalerie" des Museums, für das mit bescheidenen Mittelnallmählich Ankäufe durchgeführt werden konnten. DieKunstförderung des Bundesministeriums für Unterrichthalf dort, wo die materiellen Mittel des Museumsnicht zureichten.

Bei den Ankäufen anläßlich von Kunstausstellungenund Atelierbesuchen ergaben sich im folgenden etwa dreiGruppen: Erwerbungen von Graphiken und Bildern, die voroder während des Krieges entstanden waren; Erwerbungen vonBildern, die nach dem Krieg, vor allem nach dem Ende derBesetzung des Landes entstanden waren; und schließlichErwerbungen von Bildern, die in Gesprächen mit Künstlernangeregt worden waren. In einigen wenigen Fällen konntendabei etwas umfangreichere graphische Dokumentationenangeregt werden. Auf die künstlerische Gestaltung derZeichnungen und Malereien wurde in keinem Fall Einflußgenommen. Daher dokumentieren die Erwerbungen nichtnur den Sachgehalt, den Bildinhalt, für den das Museumfachlich zuständig erscheint, sondern auch den jeweiligenpersönlichen Stil, Schulung und Können des betreffendenKünstlers. Der künstlerisch gefilterte Eindruck, den dieMaler von den traditionell lebenden Menschen des Landes,von ihren alten Häusern und Geräten gewannen, solltemöglichst ungehindert und unbeeinflußt gestaltet werden.Keine Auftragskunst also, sondern frei gestalteteskünstlerisches Zeugnis, das aber im Rahmen des Museumsunter dem besonderen Aspekt der Volkskunde betrachtetwerden kann.