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dieser deutschbesiedelte Grenzstreifen zu Österreich
gekommen und zu einem eigenen Bundesland gemacht worden.Michael Haberlandt, Johann R. Bünker und ihre helfenden Zeit-genossen, die sich frühzeitig genug um die Volkskulturdes Landes angenommen hatten, haben also gewissermaßenseine politische Zukunft vorausgeahnt und danach richtiggehandelt.
Die neuen Verhältnisse gaben zu neuer Sammel- undAufnahmetätigkeit volkskundlicher Art Anlaß. Es begannenSammler im Land selbst die Zeugnisse der nun gewisser-maßen historisch werdenden Volkskultur zu sammeln; aber auchfür das Museum wurde von Vertretern einer neuen Generationwieder manches besonders auf dem Gebiet der Tracht, desArbeitsgerätes, der Hafnerei neu eingebracht. ArthurHaberlandt, Sohn und Nachfolger Michael Haberlandts, über-nahm den ererbten Auftrag auch in dieser Hinsicht undbereiste das Land auf zahlreichen Kundfahrten für dieÖsterreichische Kunsttopographie. Er brachte genug Notizenund Photoaufnahmen mit, um daraus seinen Band" Volkskundedes Burgenlandes" gestalten zu können, der die einzigefachliche Aufnahmearbeit dieser Art für das Burgenlandgeblieben ist. Das Museum gelangte also auch in der Zeitseiner Wirksamkeit zu weiteren burgenländischen Objektenund nicht zuletzt zu hunderten von photographischenAufnahmen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich die Situationbeachtlich verändert. Das Museum konnte zwar noch ab und zunachsammeln, doch schien der Altbestand für Wien genügenddokumentiert. Außerdem war in der Zwischenkriegszeit dasBurgenländische Landesmuseum entstanden, das sich nunmehrauch in stärkerem Ausmaß der Volkskunde des Landes zuzu-wenden begann. Auch kleinere landschaftliche Museen, Heimat-museen begannen ihre Tätigkeit aufzunehmen. Von einer weiterenSammeltätigkeit im Sinn der immer erneuten Aufsammlung