gegen das moskowitische Reich oder aber der in der Folge der TeilungenPolens( 1772-1795) erstarkenden Orthodoxie in den an Rußland ge-fallenen Gebiete zu verdanken ist, läßt sich vorderhand nicht entscheiden.Jedenfalls hat Zar Alexander I. von Rufland im Jahre 1813 eine Kopieder Czenstochauer Muttergottes für die Kasankathedrale im MoskauerKreml anfertigen lassen. Vgl. Hans Aurenhammer, Die Marien-gnadenbilder Wiens und Niederösterreichs in der Barockzeit. Wien 1956.S. 87 f.
13. Ikone des Entschlafens der Muttergottes: Liegende Ma-ria, umgeben von drei Aposteln, dahinter stehend Christus mitder Seele der Muttergottes ein in Totentücher gewickelterSäugling. 23,8 X 17,2 cm. 19. Jahrhundert. Umgebung von Rylsk,UdSSR.
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Kirchenslavische Inschrift: Uspenije pre- t Bogorodicy( Entschlafender allerheiligsten Muttergottes).Inv. Nr. 48.175
Maria auf Hinterglasbildern
Unter den Hinterglasbildern im Bereich der Ostkirche sind dierumänischen hervorzuheben, die besonders in dem siebenbürgischen DorfNicula bei Dej nördlich Cluj( Klausenburg) seit dem achtzehnten Jahr-hundert hergestellt wurden. Die Muttergottes- Darstellungen auf Nr. 15und Nr. 16 gehen wohl auf das wundertätige Bild der Kirche dieses alsWallfahrtsort sehr beliebten Dorfes zurück.
Im Gegensatz zu den satten und ernsten Farben, sowie der strengenstilistischen Note mit charakteristischen Eigenheiten wie Wolkenrand undFlechtrahmung der rumänischen Bilder Nr. 14-16 und 24 sind die zweifolgenden Bilder Nr. 17 und 18, sowie die Hinterglasbilder Nr. 66, 113und 114 durch leuchtende und in ihrer Zusammenstellung fröhlichenFarben, sowie durch eine zum Teil sehr freie Komposition gekenn-zeichnet. Sie gehen auf huzulische( ukrainische) Maler zurück und wur-den vermutlich um die Jahrhundertwende in der Umgebung von Czerno-witz hergestellt.
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Der oftmalige Wechsel von richtigen und seitenverkehrten Bilderngeht darauf zurück, daß fertige Hinterglasbilder als Malvorlagenochbesser als Malunterlage- verwendet wurden und daher das so ent-stehende Hinterglasbild seitenverkehrt werden mußte.
Vgl. C. Heinrich Wendt, Rumänische Ikonenmalerei, Eisenach 1953,S. 56 ff.
14. Hinterglasbild mit der Darstellung der Verkündi-gung Mariä auf blauem Grund: links Engel auf einen BlumensproⓇim Dreieck in der Mitte zeigend, oberhalb des Engels Heiligen-geist- Taube und Wolkenkranz; rechts Maria stehend; zwischen denbeiden Inschrift; dahinter Türrahmung mit umlaufendem S- Flecht-muster. Rahmen spanartig mit flachem Profil, Außenhälfte dunkel-blau, Innenhälfte indischrot gefärbt. 29,5X24,3 cm( Rahmen34,2 X 28,5 cm). Frühes 19. Jahrhundert. Straja, Rumänien( früherStraža, Bukowina).
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