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Ausstellung Volkskunst der Ostkirche : Katalog
Entstehung
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EINFÜHRUNG

In der Ausstellung Volkskunst der Ostkirche" tritt das Öster-reichische Museum für Volkskunde zum ersten Male mit den rei-chen Beständen seiner Ostabteilung an die Öffentlichkeit ¹). Esgilt hier nicht nur, die musealen Zeugnisse der religiösen Volks-kulturen aus dem Bereich des seit dem Jahre 1054 vollkommeneigenständigen Lebens der griechisch- orthodoxen Kirche zu zei-gen, sondern auch, die volkskundlich mannigfaltigere Schicht derwieder mit der römisch- katholischen Kirche unierten griechisch-katholischen Kirchen zu erfassen, die wohl in Kirchenverfassung,Liturgie und Kultsprache weitgehend mit ersterer übereinstim-men, sich aber mit der Annahme der Lehre, daß der Heilige Geistauch vom Sohn ausgehe( filioque), der Lehren vom Fegefeuer undvom Primat des Papstes der Westkirche angeschlossen haben 2).

Es ist verständlich, daß das Österreichische Museum für Volks-kunde, das 1894 als das Museum für die Volkskunde der Völkerder Österreichisch- ungarischen Monarchie gegründet wurde, imLaufe der Jahre und zwar besonders in den zwei ersten Jahr-zehnten seines Bestehens eine reichhaltige Sammlung zu diesemThema zusammentragen konnte. Manche Sammler und Freundedes Hauses haben ihr keineswegs kleines Scherflein durch Wid-mungen und oft mühsame Vermittlungen beigetragen. Unter denrührigsten Mitarbeitern der für die Ausstellung interessantenSparte sind vor allem Lukyn Jakibiuk, Auguste Kocha-nowska und Michael Lep kaluk zu nennen, die dem Museumreiche Sammlungen zur Volkskunde der Huzulen zugeführt haben.Aber auch öffentliche Institutionen, wie das Historische Museumder Stadt Wien, haben sich gelegentlich am Ausbau der Ost-abteilung dankenswerterweise beteiligt.

Anläßlich der Ausstellung wurde auch eine sorgfältige Neu-inventarisierung durchgeführt, die zahlreiche Neubestimmungen

¹) Eine sehr kleine, aber sehr stark frequentierte Ausstellung dieserAbteilung wurde bereits 1954 über die Volkskunst des Ostereies imMuseum gezeigt.

2) Neben der im Text angegebenen Literatur sei hier nur noch aufdie Einführung von Ernst Benz. Geist und Leben der Ostkirche, Ham-burg, 1957, verwiesen, die reiche Literaturhinweise bringt.

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