Lieblingsobjekte aus den Depots
Was erzählen sie uns?
In einem Museumsdepot befinden sich oft sehr viele und sehr
unterschiedliche Objekte. Manche sehen niemals das Licht der Öffentlichkeit,einige haben vielleicht das Glück einmal Star in einer Ausstellung zu sein.MuseumsmitarbeiterInnen aus den drei Partnermuseen stellen hier
ihre Lieblingsobjekte vor.
Testamentschachtel
Papier, Karton
gedruckt, geschrieben, fotografiert
1982
Österreich, vermutlich Wien
Am 28. Juli 1982 bestätigte der damalige Direktor desVolkskundemuseums die Übernahme einer Schachtel mitunbekanntem Inhalt in den Museumsbestand. Laut einesanonymen Schreibens soll es sich um Tonbänder, Schriftstücke,Basteleien, Fotos, Briefe, einen seltenen Fund und eine blaue, Souvenierdose aus den vergangenen Jahren handeln. DieSchachtel darf erst nach Ablauf von 100 Jahren geöffnet undeventuell publiziert werden. Was ist wirklich in der Schachtel?
Matthias Beitl
Volkskundemuseum Wien
Glocken
Für Hirten stellte man nicht nur Pfeifen, Doppelflöten,Langflöten und Holzflöten, sondern auch kleine Guss- undBlechglocken verschiedener Formen her. Den Tieren Glockenumzuhängen, gehörte zu einem Abwehrritual. Später kam zuihrer praktischen Bedeutung als Signal, um den Aufenthaltsorteines Tieres anzuzeigen, auch die musikalische Verwendunghinzu. Hirten, die ihren Schafen auf der Weide Glockenumhängten, sagten, dass sie Symphonien schufen.
Gegossene Schaf- und Blechglocke mit Riemen und SchnalleMessing, Blech, Leder, Zwirn
gegossen, geschliffen, gebogen, genietet, gebrannt, getrieben, genäht
um 1900
Slowakei, Rimavská Sobota
Edita Bugalová
SNM- Musikmuseum