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Am Anfang war ich sehr verliebt ... : 40 Jahre Wiener Frauenhäuser
Entstehung
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Die Anfänge der Frauenhausarbeit

Die Forderungen der autonomen Frauenbewegung nach professionellerUnterstützung gewalt betroffener Frauen fanden Mitte der 1970erJahre Gehör in der Politik. Die SPÖ- Politikerinnen Irmtraut Karlssonund Johanna Dohnal denken über die Realisierung eines Frauenhausesin Wien nach. Im Herbst 1977 beantragte jedoch zunächst die ÖVP imWiener Gemeinderat die Errichtung eines Heimes für misshandelteFrauen. Die SPÖ lehnte diesen Antrag ab. Ein karitativ ausgerichtetesMutter- Kind- Heim entsprach nicht den Vorstellungen der sozial-demokratischen Frauen. Sie wollten ein Frauenhaus, in dem Frauenselbstbestimmt und selbstverwaltet zusammenleben können.Irmtraut Karlsson, damals auch Lehrende an der Wiener Sozial-akademie, motivierte eine Gruppe ihrer Studentinnen, ein Konzept fürein autonomes Frauenhaus zu entwerfen. Da diese aber den Verlustihrer inhaltlichen Autonomie durch die Einmischung der Politikbefürchteten, suchten sie an verschiedenen Stellen um Finanzierungan. Jedoch ohne Erfolg. Irmtraut Karlsson und Johanna Dohnal initi-ierten parallel die Gründung des Vereins Soziale Hilfen für gefährdeteFrauen und ihre Kinder. Den Vereinsvorsitz übernahm JustizministerChristian Broda. Die ehemaligen Studentinnen zeigten sich trotzinhaltlicher Parallelen mit den Parteifrauen anfangs weiter skeptischgegenüber einer Zusammenarbeit. Ohne staatliche Finanzierung, sostellten sie bald fest, war der Aufbau eines Frauenhauses nicht möglich.Sie entschlossen sich, das Projekt doch gemeinsam mit dem Verein zuverwirklichen.

Bestätigung der Bundesvereinspolizei über die Gründung des Vereins für Soziale Hilfen fürgefährdete Frauen und ihre Kinder( 1978)

Bundesministerium für Inneres- Vereinsregister( Wien)

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