Viel erreicht, viel zu tun:
40 Jahre Arbeit gegen Gewalt an Frauen
Anlässlich des 40- Jahre- Jubiläums des Vereins Wiener Frauenhäuserwollten wir die herausfordernde Arbeit der Mitarbeiterinnen unddie meist sehr komplexe und schwierige Situation von Frauen undKindern, die in Frauenhäusern leben, einer breiten Öffentlichkeitzugänglich machen. Mit der Ausstellung oft sehr persönlicher Objektevon Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen der Frauenhäuser wurdeeine Darstellung gewählt, die neue Zugänge zum Thema„ Gewalt anFrauen“ eröffnet. Eingebettet sind diese Objekte in einen historischenund gesellschaftspolitischen Rahmen, der die frauenpolitischeBedeutung des Vereins von den Anfängen bis heute sichtbar macht.Dies erscheint umso wichtiger, als wir in einer Zeit frauenpolitischerRückschritte einen deutlichen feministischen Kontrapunkt setzenwollten. Doch die Ausstellung ist nicht vordergründig„ laut“, der Schutzund der Respekt gegenüber misshandelten Frauen wurde stets ernstgenommen. Für die Rechte misshandelter Frauen hat die Frauenhaus-bewegung viel erreicht. Doch neue Hürden sind entstanden und esgilt weiter anzutreten gegen Gewalt und Diskriminierung von Frauenin allen gesellschaftlichen Bereichen.
Unser großer Dank gilt allen Bewohnerinnen, Mitarbeiterinnen,aber auch KooperationspartnerInnen, die sich an dem Projekt mittelsIdeen, Objekten oder Interviews beteiligt haben. Dass für die zurVerfügung gestellten Objekte eine so würdige Präsentation gefundenwurde, verdanken wir den Gestalterinnen Irina Koerdt und Sanja Utech.Die intensive und spannende Kooperation mit dem Volkskundemuseum,im Besonderen mit der Kuratorin Anne Wanner und dem DirektorMatthias Beitl, war für uns eine große Bereicherung. Für die Mitfinan-zierung dieser Ausstellung ergeht unser Dank an die MA57 der StadtWien, sowie den Rotary Club Stephansplatz.
Martina Ludwig- Faymann
Vorsitzende der Wiener Frauenhäuser
Andrea Brem
Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser