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Alte Krippenkunst aus Österreich : Weihnachtsausstellung ; Katalog ; Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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KATALOG

GESCHICHTE DER WEIHNACHTSKRIPPE

Papst Liberius verlegte um das Jahr 354 das Fest der GeburtChristi vom 6. Jänner auf den 25. Dezember. Für dieses Festerrichtete er in seiner Kirche die erste Nachbildung der Ge-burtsstätte von Bethlehem. In ihr bewahrte man Reliquien vonder" wahren Krippe Jesu". In Wien besitzen die Ursulinen einkleines Stück Krippenbrettchen aus der Basilika S. MariaMaggiore. Auch in der weltlichen Schatzkammer der Wiener Hof-burg befindet sich eine solche Reliquie, die zusammen mitden übrigen Reichskleinodien aufbewahrt wird. Solche Devotio-nalien dienen der unmittelbaren Teilnahme und der wiederhol-baren Vergegenwärtigung des Weihnachtsmysteriums.

Die Hinwendung zu den hl. Stätten und das Durchleben des heili-gen Geschehens entsprach besonders im Mittelalter dem religi-ösen Empfinden und diente zur Veranschaulichung des liturgischenWortes.

Ähnliche Wirkung wie den Reliquien kommen auch den Bethlehem-Andenken zu. Es handelt sich dabei vielfach um kleine Kästchen,die eine Nachbildung der Geburtsgrotte der einzelne Handlungs-abschnitte- Verkündigungsszene- enthalten. Diese als" Beth-lehem" bezeichneten Kästchen bilden eine Vorstufe zu den Krip-pen mit veränderlicher Szenenfolge.

1) HAUS JESU

Holzkästchen mit reicher Perlmutterinkrustierung. AbnehmbareDeckel, innen Anlage der Geburtskirche mit Geburtsgrotte.Deckel mit Jerusalemkreuz und Jesus im Strahlenkranz.

Erw. in Wien, 17. Jh.

ÖMV 67.405

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