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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
Entstehung
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am Haus ausgewirkt hat und welche weiterführenden Gedanken fürdie Zukunft prägend geworden sind.

Bereits diese Formate weisen auf unseren Wunsch hin, möglichstvielfältig und dennoch komprimiert zu erzählen und dabei auch zuinformieren. Deshalb haben wir immer wieder, speziell im Bereich zumKunstrückgabegesetz, Tiefenschnitte gesetzt. Das bedeutet, dasswir wesentlich mehr Informationen und Materialien anbieten, als beieinem Ausstellungsbesuch konsumiert werden können. Die Komplexi-tät der Gesetzesmaterie und die wissenschaftlichen wie journalisti-schen Auf- und Bearbeitungen der historischen Prozesse stellen wirdort in Form von Arbeitsplätzen zur vertieften Lektüre zur Verfügung:So können Bände der Historikerkommission ebenso eingesehenwerden wie die Publikationen der Schriftenreihe der Kommission fürProvenienzforschung und die Bibliothek des Raubes des Czernin

Verlages.

Zwei besonders umfangreiche und schwer in den analogenAusstellungsraum zu integrierende Bereiche haben wir in dendigitalen Raum verlegt: Zum einen ist das eine kuratorisch erarbei-tete Timeline, die die Prozesse und schleppenden Entwicklungender gesellschaftlichen, politischen und später auch legistischenAufarbeitung zur systematischen Beraubung durch das NS- Regimeund zur Rückgabe in der Zweiten österreichischen Republik bis1998 nachzeichnet. Und zum anderen holen wir mit dem Vorprojektzur Ausstellung, das die Provenienzforschung an den Museen,Bibliotheken und Sammlungen des Bundes zum Inhalt hatte, diePerspektiven jener Institutionen herein, die vom Kunstrückgabegesetzdirekt betroffen sind. Mit der Entwicklung, inhaltlichen Konzeption,redaktionellen Betreuung sowie der grafischen und technischenUmsetzung des Vorprojektes Ein Museum ein Objekt eine Erzäh-lung. Virtuelle Galerie zur NS- Provenienzforschung und Restitutionin österreichischen Museen, Sammlungen und Bibliotheken( vgprovenanceresearch.at) ist eine sehr umfangreiche, ergänzendePlattform entstanden, die ebenfalls auf Deutsch und Englisch abruf-bar ist. Dafür haben wir alle vom Kunstrückgabegesetz betroffenenInstitutionen eingeladen, die Provenienzforschung ihres Hauses sowiedie Rückgabepraxis über ein von ihnen selbst gewähltes Beispiel( Objekt, Bestand, Person) vorzustellen. Die 16 vielgestaltigen Beiträge

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