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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
Entstehung
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Personen, die sich fachlich mit Provenienzforschung und Restitutionauseinandersetzen oder an den Sammlungen und der Geschichtedes Museums sowie des Fachs Volkskunde interessiert sind, damitüberschneidend oder zusätzlich auch Menschen, die sich noch

nie davor mit dieser Thematik beschäftigt haben und etwas darüberwissen wollen.

Bei der konkreten Umsetzung der Ausstellung waren uns mehrereAspekte wichtig, die in weiterer Folge zu grundlegenden Setzungenführten. Der Entschluss, tatsächlich alle Objekte der SammlungMautner, also um die 550 Objekte, in der Ausstellung zu zeigen,hatte Auswirkungen nicht nur auf die Architektur und den( analogen)Raumbedarf. Es wurde auch klar, dass sich je nach Abschnitt unter-schiedliche Verhältnisse zwischen Originalobjekten, Infografikenund Medienstationen ergeben werden. Jene Abschnitte, denen dieGeschichte und Entwicklungen des Volkskundemuseum Wien undseiner Bestände zugrunde liegen, arbeiten sehr stark mit Original-objekten. Die Abschnitte zu Geschichte und Umsetzung des Kunst-rückgabegesetzes und der NS- Provenienzforschung in Österreichsowie zur systematischen Beraubung durch das NS- Regime und zurBedeutung der Dinge für jene Personen, die fliehen mussten, erfor-derten andere Formate.

Neben unserer kuratorischen Stimme sollten, das war uns wichtig,in der Ausstellung auch andere Stimmen wahrnehmbar sein. Zumeinen eben jene der historischen Akteur* innen durch die Quellenund Bestände des Hauses, und zum anderen jene von aktuellenExpert* innen und Kolleg* innen. In drei von uns produzierten Videosund einem Audio sprechen Personen direkt zu den Besucher* innenund geben Antwort auf von uns gestellte Fragen. Im letzten Raumder Ausstellung haben wir weitere Stimmen dazu geholt, die dasThema abrunden und gleichzeitig öffnen: In einem von ihm miteiner Produktionsfirma selbst gestalteten Video erzählt Stephen M.Mautner über die Geschichte, Kontexte und Auswirkungen, die dieArbeit der Provenienzforschung und die konkrete Objektrückgabeauf die Erb* innen nach Anna Mautner hat. Die Sprechblasen an derWand antworten auf die Frage Was jetzt?". Darin bilden sich State-ments aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen unseres Museumsab, die beschreiben, wie sich die NS- Provenienzforschung bei uns

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