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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
Entstehung
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einer kulturanalytischen Museumsarbeit ist, auf Ambivalenzen undZwischentöne hinzuweisen. Persönliche Kontakte zwischen dama-ligen Museumsfunktionär* innen und später verfolgten Personen,ein diese verbindender( österreichischer) Patriotismus und anderegemeinsame Zielsetzungen von ihnen vor 1938 und nach 1945 öffnenhier das Feld und geben Einblicke in Denk- und Handlungsweisen,nach denen die systematische Provenienzforschung nicht fragtbzw. fragen darf. Auch deshalb haben wir es als Ausstellungsauf-gabe gesehen, diese Kontexte und Zwischentöne anhand unseresMuseums zu erzählen.

Um in der Ausstellung bei der( als exemplarisch verstandenen)Erzählung, die sich weitgehend auf das Volkskundemuseum Wien,seine verschiedenen Protagonist* innen und die Herkunftsgeschichtenseiner Objekte konzentriert, bleiben zu können, haben wir uns ent-schieden, dort ausschließlich Originale aus den Beständen desMuseums zu zeigen. Die Einträge in die Inventarbücher des Volks-kundemuseums und die Herkunftsakten der Objekte wurden dabeimit weiteren hauseigenen Archivbeständen und Publikationen( etwader zeitgleich 1894 und von denselben Personen wie das Museumgegründeten Zeitschrift für österreichische Volkskunde) abgeglichen,um so Querverbindungen herauszufiltern und weitere Verflechtungenaufzuzeigen. Darüber hinausgehende kontextualisierende Materialienaus anderen Institutionen, wie zum Beispiel Zeitungsausschnitteoder Bildmaterialien, sind ausschließlich als Reproduktionen zu sehenoder auf Medienstationen abrufbar.

Das Narrativ der Ausstellung entwickelt sich in fünf Abschnittenund setzt die Kontexte am Volkskundemuseum zu den übergeord-neten oder parallel verlaufenden gesellschaftlichen, politischen undlegistischen Vorgängen in Beziehung. In fünf von uns festgelegtenTextgattungen kommen wir in entsprechender Informationsbreiteund Textlänge Personen mit unterschiedlichem Vorwissen undInteresse an der Thematik entgegen: Bereichstexte, Abschnittstexte,Objektlabels, Infotexte und der übergeordnete Einführungstext.Bis auf die Objektlabels sind in der Ausstellung alle Texte, undzwar grafisch gleich gesetzt, in Deutsch und in Englisch zu lesen.Unsere Zielgruppen waren, neben dem konstanten Publikumdes Volkskundemuseums, historisch interessierte Besucher* innen,

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