BILDKAPITEL- WISSENSCHAFTLICHES FOTOGRAFIEREN
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Wissenschaftliches Fotografieren
Der Großteil der» Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag Volkstypen«<- Fotografienstammt aus kommerziellen Ateliers, die für einenbreiten Käufermarkt produzierten. Auch die sichetablierende Wissenschaft der Volkskunde bezogüber diesen Markt» Typen«<- Aufnahmen, um siefür ihre Untersuchungen einzusetzen. Darüberhinaus agierten Wissenschaftler- nicht nur imFall der Volkskunde- selbst aktiv mit der Kamera.Dieses Bildkapitel präsentiert zwei unterschiedlicheBeispiele von fotografierenden Wissenschaftlern.Volodymyr Suchevyč, der in Czernowitz alsLehrer ansässig war, schrieb in seiner freienZeit eine große Ethnografie der Huzulen, in dieauch seine Bilder eingingen. Auch andereForscher griffen für ihre Publikationen auf diesesBildmaterial zurück.
Das zweite Beispiel betrifft Josef Szombathy.Er arbeitete mit Michael Haberlandt, demersten Direktor des Volkskundemuseums,an der anthropologisch- ethnographischenAbteilung des k. k. Naturhistorischen Hofmu-seums zusammen. Szombathy leitete dort dieanthropologisch- prähistorische Sammlung. Aufeiner Tour zu Ausgrabungsstätten durch dieBukowina, 1894, entstanden die hier ausgewähl-ten Aufnahmen. Diese in den Inventaren derFotosammlung des Österreichischen Museumsfür Volkskunde nicht als» Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag Volkstypen«<, sondernals>> Szenen<< oder» Volksszenen« bezeichnetenBilder kommen im Verhältnis zu kommerziel-len>> Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag Volkstypen«<- Fotografien seltener vor.