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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 11. März bis 19. August 2012]
Entstehung
Seite
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Ján Viglaš

Bernolákova 3

900 27 Bernolákovo

Tel. 00421 903 673032jan.viglas@gmail.com

www.uluv.sk/product/viglas-jan-majster-ludovej umeleckej- vyroby- 412

In der Ortschaft Bernolákovo, 15 kmsüdwestlich von Bratislava, bewohntJǎn Viglaš mit seiner Frau Jaroslavaein Haus mit Werkstatttrakt unweitdes verfallenden barocken Schlossesder Familie Esterházy, das auf einemschönen Platz über der Ebene thront.Seine Werkstatt mutet wie ein Museuman, denn er hat sich von jedem Pro-duktionstypus ein Stück zur Erinnerungbehalten. Zu sehen sind ein Zunftkrug,eine modellierte Figur einer Bäuerinbeim Hühnerfüttern, ein Schreibzeug,vier- und sechskantige Flaschen, einScherzkrug mit doppelter Wand, wobeidie Außenwand ornamental durch-brochen ist, und eine mit Hirten undSchafen bemalte Eule". Das ist einetypisch slowakische Gefäßform, bei derdie weite Halsöffnung eines Kruges ab-gedeckt wird und eine runde Öffnungwie bei einem Plutzer bleibt. Ján Viglašverwendet gerne Habaner Motive, abernicht die klassischen Renaissance-motive, sondern die volkstümlichen,die slowakischer und bunter sind, wasganz seinen Vorstellungen entspricht.Seine Werkstatt benützt er derzeitnur selten, seine Frau, eine gelernteKeramikmalerin, auch nur sporadisch.So wie andere Keramiker kann auchJán Viglaš seit Ende der 1990er Jahrenicht mehr von der Herstellung vonGefäßkeramik leben. So baut er inZusammenarbeit mit dem KeramikerJozef Franko mehrere Kachelöfen imJahr. Solange seine Gesundheit diese

schwere Arbeit erlaubt, möchte er sichder Ofenproduktion widmen, denndiese Tätigkeit ist finanziell lukrativer.Derzeit kauft er halbfertige Kachelnund glasiert diese nach den Wünschender Besteller. Doch sein Wunsch ist,wieder mehr Keramik in seiner Werk-statt produzieren zu können. Für dasJahr 2012 hat er bereits ausreichendAufträge, darunter auch einige Gefäßeim traditionellen Stil, hauptsächlich fürSammler, aber auch für Märkte. Dennmindestens einmal im Jahr zeigt erseine Ware auf einem Töpfermarkt.Der 1958 geborene Ján Viglaš stammtaus der Ortschaft Čaka bei NovéZámky und spielte bereits als Kind mitTon. Der Versuch, auf die Kunst-gewerbeschule( ŠUP) in Bratislavaaufgenommen zu werden, schlug fehl,so dass er sich in Modra bewarb undgenommen wurde. Dort arbeitete erin der Töpferwerkstatt, seine Frau inder Malwerkstatt. Er widmete sich demKeramikmalen in seiner Freizeit. 1985machte er sich selbstständig und be-gann für ÚĽUV zu arbeiten. Seine Fraufolgte ihm nach ihrer Karenzzeit nach.Sie bemalte eigenständig dievon ihm gedrehten Gefäße. Im Jahre1990 bekam er von ÚĽUV den Titel,, Meister des Volkskunstschaffens".Jaroslava und Jän wurden im Jahr1994 Mitglieder der Zunft der slowa-kischen Keramiker. Sie erinnern sichgerne an die gemeinsamen Ausstellun-gen der Zunft.

Auf Traditionen aufbauen undFreude schenken.

1. Scherzgefäß, VexierkrugMajolika, doppelwandiges Gefäß,Durchbruchsdekor in BlumenmotivenH= 25 cm

2. Sechskantflasche

Majolika, Blaumalerei in Tiermotiven( verschiedene Waldtiere und Vögel)H= 31 cm

3. Teller mit Hahn

Majolika, mit Blaumalerei

Dm 38 cm, H= 7,5 cm

4. Kanne mit Trinkszene

Majolika, bauchige Kanne mit Querbrett,Bemalung mit Habaner Motiven( zumBeispiel: Sonnenblumen und Bogenleiste)H= 29 cm

5. Teller mit Hasen

Majolika, Bemalung mit floralen

und zoomorphen Motiven

Dm 40 cm, H= 7 cm

6. Plutzerkrug ,, Eule"

Majolika, Hirte mit Schafen und Ziegen

zwischen Habaner Dekormotiven( zum Beispiel: Bogenpyramidenfries)H= 34 cm

Schrüh- und Glasurbrand bei960-980 Grad

MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE

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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava