Ján Viglaš
Bernolákova 3
900 27 Bernolákovo
Tel. 00421 903 673032jan.viglas@gmail.com
www.uluv.sk/product/viglas-jan-majster-ludovej umeleckej- vyroby- 412
In der Ortschaft Bernolákovo, 15 kmsüdwestlich von Bratislava, bewohntJǎn Viglaš mit seiner Frau Jaroslavaein Haus mit Werkstatttrakt unweitdes verfallenden barocken Schlossesder Familie Esterházy, das auf einemschönen Platz über der Ebene thront.Seine Werkstatt mutet wie ein Museuman, denn er hat sich von jedem Pro-duktionstypus ein Stück zur Erinnerungbehalten. Zu sehen sind ein Zunftkrug,eine modellierte Figur einer Bäuerinbeim Hühnerfüttern, ein Schreibzeug,vier- und sechskantige Flaschen, einScherzkrug mit doppelter Wand, wobeidie Außenwand ornamental durch-brochen ist, und eine mit Hirten undSchafen bemalte„ Eule". Das ist einetypisch slowakische Gefäßform, bei derdie weite Halsöffnung eines Kruges ab-gedeckt wird und eine runde Öffnungwie bei einem Plutzer bleibt. Ján Viglašverwendet gerne Habaner Motive, abernicht die klassischen Renaissance-motive, sondern die volkstümlichen,die slowakischer und bunter sind, wasganz seinen Vorstellungen entspricht.Seine Werkstatt benützt er derzeitnur selten, seine Frau, eine gelernteKeramikmalerin, auch nur sporadisch.So wie andere Keramiker kann auchJán Viglaš seit Ende der 1990er Jahrenicht mehr von der Herstellung vonGefäßkeramik leben. So baut er inZusammenarbeit mit dem KeramikerJozef Franko mehrere Kachelöfen imJahr. Solange seine Gesundheit diese
schwere Arbeit erlaubt, möchte er sichder Ofenproduktion widmen, denndiese Tätigkeit ist finanziell lukrativer.Derzeit kauft er halbfertige Kachelnund glasiert diese nach den Wünschender Besteller. Doch sein Wunsch ist,wieder mehr Keramik in seiner Werk-statt produzieren zu können. Für dasJahr 2012 hat er bereits ausreichendAufträge, darunter auch einige Gefäßeim traditionellen Stil, hauptsächlich fürSammler, aber auch für Märkte. Dennmindestens einmal im Jahr zeigt erseine Ware auf einem Töpfermarkt.Der 1958 geborene Ján Viglaš stammtaus der Ortschaft Čaka bei NovéZámky und spielte bereits als Kind mitTon. Der Versuch, auf die Kunst-gewerbeschule( ŠUP) in Bratislavaaufgenommen zu werden, schlug fehl,so dass er sich in Modra bewarb undgenommen wurde. Dort arbeitete erin der Töpferwerkstatt, seine Frau inder Malwerkstatt. Er widmete sich demKeramikmalen in seiner Freizeit. 1985machte er sich selbstständig und be-gann für ÚĽUV zu arbeiten. Seine Fraufolgte ihm nach ihrer Karenzzeit nach.Sie bemalte eigenständig dievon ihm gedrehten Gefäße. Im Jahre1990 bekam er von ÚĽUV den Titel,, Meister des Volkskunstschaffens".Jaroslava und Jän wurden im Jahr1994 Mitglieder der Zunft der slowa-kischen Keramiker. Sie erinnern sichgerne an die gemeinsamen Ausstellun-gen der Zunft.
Auf Traditionen aufbauen undFreude schenken.
1. Scherzgefäß, VexierkrugMajolika, doppelwandiges Gefäß,Durchbruchsdekor in BlumenmotivenH= 25 cm
2. Sechskantflasche
Majolika, Blaumalerei in Tiermotiven( verschiedene Waldtiere und Vögel)H= 31 cm
3. Teller mit Hahn
Majolika, mit Blaumalerei
Dm 38 cm, H= 7,5 cm
4. Kanne mit Trinkszene
Majolika, bauchige Kanne mit Querbrett,Bemalung mit Habaner Motiven( zumBeispiel: Sonnenblumen und Bogenleiste)H= 29 cm
5. Teller mit Hasen
Majolika, Bemalung mit floralen
und zoomorphen Motiven
Dm 40 cm, H= 7 cm
6. Plutzerkrug ,, Eule"
Majolika, Hirte mit Schafen und Ziegen
zwischen Habaner Dekormotiven( zum Beispiel: Bogenpyramidenfries)H= 34 cm
Schrüh- und Glasurbrand bei960-980 Grad
MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE
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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava