STORY
EW YORK
Miloslav Moravčík
Ulica Košariská 149
900 42 Dunajská LužnáTel. 00421 905 429848moravcik.miloslav@gmail.comwww.mmkeramika.com
unter anderen auch Reproduktionenvon Ausgrabungsfunden aus demMuseum in Dürnkrut an. Von Láb wares nicht weit nach Stillfried. Er genossdas Grenzgehen und erlebte eineproduktive und inspirierende Phase.Ende der 1990er Jahre lernte er seinePartnerin kennen und richtete sichin Dunajská Lužná eine neue Werk-statt ein. Von UĽUV kamen zu dieserZeit sporadisch Aufträge. Er begann.Dekorobjekte für verschiedene Firmenund Auftraggeber herzustellen. DurchExperimentieren mit neuen Glasurenentfernte er sich von der traditionellenFayence und fand in der neuen kreati-ven Arbeit mehr Befriedigung. Die aufder Töpferscheibe gedrehte, vorrangigrote Kanne ,, Harlekin" mit dem moder-nen Schachbrettdekor, aufgetragenmit einem Pinsel, und dem abwechs-lungsreichen Spiel zwischen Glanz- undMattglasuren soll beim Teetrinken imFreundeskreis eine gute Atmosphäreausstrahlen. Seine Sets mit Schalen undeiner Zuckerdose auf einer Platte findenin Teestuben in Banská Štiavnica, inKremnica, in Bratislava und anderswoVerwendung. Er bietet dieses neueGeschirrsortiment auf seiner Websitean und verkauft es auf Märkten.Miloslav Moravčík ist derzeit nochVollerwerbstöpfer, d. h. er kann vonder Keramikherstellung leben.Seine Tochter interessiert sich nichtfür Keramik, was der Vater angesichtsder schwierigen Aussichten desTöpferstandes mit Erleichterung sieht.Der Freiberufler bezieht seinen Tonhauptsächlich aus Myava.
Miloslav Moravčík kam 1962 in Bratis-lava zur Welt und wuchs im Dorf Lábin der Záhorie auf. Bereits währendder Grundschule entdeckte man seinkreatives Potential. 1977 bestand erdie Aufnahmsprüfung für die Keramik-lehre in der Modraer Lehrwerkstatt undbesuchte die Berufsschule in Bratislava.Nach seiner Zeit beim Militär zwischen1982 und 1984 kehrte er nur kurz indie Modraer Majolikafabrik zurück. Erbegann in einer der Werkstätten desVerbandes der bildenden Künste( SFVUSlovenský fond výtvarných umení)zu arbeiten und wurde ein Kollege vonJuraj Maco. Das Drehen, die Formungs-techniken und die Glasuren waren beimSFVU anspruchsvoller als in Modra, woetwas einseitig in der„ Folkloreschiene"gearbeitet wurde. Für Miloslav Moravčíkwar dies eine willkommene Herausfor-derung, sein Spektrum zu erweitern.Nachdem er den SFVU 1987 verlassenhatte, richtete er in Láb seine ersteWerkstatt mit einem eigenen Brennofenein. Er bekam dafür die Erlaubnis desGemeindeamts und musste keinenVertrag mit UĽUV abschließen. Dort fer-tigte er bis etwa 1996 eher traditionelleKeramik. Als ULUV in der ObchodnáStraße in Bratislava im langgestrecktenInnenhof den bis heute bestehendenHof der Handwerke( dvor remesiel)eröffnet hatte, leitete er dort zwei Jahrelang Kurse für Kinder und Erwachse-ne in der Töpferwerkstatt. Sehr gerneerinnert er sich an seine Zusammenar-beit mit einer kleinen Keramikwerstattin Stillfried an der March, wo er einigeMonate verbrachte. Dort fertigte er
Ich experimentiere gerne mit Glasuren
und möchte, dass sich meine Kunden
an den Farben erfreuen.
MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE
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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava