Peter Lužák&
D
Tatiana Homolayová
Pútnická 56
Záhorská Bystrica841 06 Bratislava
Tel. 00421 903 935432lulohaban@hotmail.comwww.keramikahaban.sk
Peter Lužák hat im Garten, der zumHaus seiner Großmutter in ZáhorskáBystrica gehört, ein eigenes Gebäudefür seine Töpferwerkstatt errichtet.Hier stellt er seit 1993 gemeinsam mitseiner Kollegin Tatiana HomolayováFayencen auf zwei Ebenen mit einerFläche von je 15 m² her.
Peter und Tatiana haben beide in derModraer Majolika gelernt. Er machtesich ein paar Jahre nach der Über-siedlung der alten Manufaktur in einenIndustrieneubau selbstständig. Es wardie Zeit der Produktionsspitze,als
seiner Meinung nach- keinschöpferischer Geist mehr in denFabrikshallen zu finden war. Zuerstarbeitete er von 1988 bis 1991- miteiner kurzen Unterbrechung durcheinen Aufenthalt in Amerika- für JozefFranko in Modra. 1992 schuf er bereitsin seiner eigenen Werkstatt und stelltefest, dass die Arbeit im Team für ihnangenehmer wäre. So fragte er Tatiana,die auch nicht mehr in der Majolikaarbeitete, ob sie mit ihm zusammenar-beiten würde. Im Kollegenkreis gilt sieals eine der versiertesten Keramikmale-rinnen. Seit fünf Jahren ist Peter Lužákverheiratet und hat zwei Kinder. SeineFrau Jána ist deutschstämmig undspricht mit den Kindern deutsch.Peter Lužāk erklärt das arbeitsteiligeSystem in der Werkstatt, das durchdie vielen Arbeitsschritte bei derHerstellung von Keramik entsteht. Ervergleicht es mit einer Werkstatt in derZeit der Habaner- auch dort hattejeder seine bestimmten Arbeitsschritteim Entstehungsprozess. Einer töpferte,
einer retouchierte, dann wurde glasiertund bemalt. Gut verkauft sich seineblaugrundige Ware mit der weißenMalerei in Habaner Art bzw. die weiß-grundige mit blauer Malerei.Seit drei Jahren etwa verkauft er auchüber ÚĽUV. Hauptsaison ist von Maibis September, wenn es viele Aufträgegibt, dann muss auch an einemWochenende gearbeitet werden.Peter Lužák würde auch gerne mehrfigürliche Keramik machen, sich demMalen nach Holitscher Art widmen,ein wenig experimentieren, dochdafür bleibt leider kaum Zeit. SeineInspiration holt er sich von historischenFayencen, über Fotos in Fachbüchernund beim Besuch von Museen. Erbesitzt auch selbst alte Stücke ausder Zeit von Landsfeld und Bizmayer.Der Keramiker hat Kontakt zu Aus-landsslowaken in Amerika. Wenn eineGruppe kommt, dann werden sie inTracht empfangen und im Garten mitStrudel und Wein bewirtet. Sie kaufengerne seine Ware, am besten gefallenihnen die Teller mit dem Durchbruchs-dekor auf der Fahne. Er wäre auchbereit, Gruppen aus Österreich zuempfangen und ihnen ein attraktivesProgramm zu bieten, das aus einemkulinarischen Teil, einem Werkstatt-besuch mit Schautöpfern und einerVerkaufsausstellung bestünde.Derzeit ist die geschäftliche Situationnicht so rosig. Die vielen Hobbykera-miker, die ihre Sachen verkaufen, ohnein irgendeiner Form gemeldet zu sein,drücken die Preise.
TH
Die Habaner Tradition bewahren und sich nicht vom Kommerz überrollen lassen.
MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE
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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava