Edwin Fraller
Töpferstube FrallerBundesstraße 122
7371 PiringsdorfTel. 0043 2616 8861Hauptstraße 147312 Horitschon
Tel. 0043 2610 42119toepferstubefraller@gmx.atwww.toepferstube.com
FRALLER
In Edwin Frallers Töpferstube fallen
in der sehr breiten Produktpalette dieGefäße und Ziergegenstände mit glän-zender Bronzeglasur wohl am stärkstenins Auge. Aus einem Auftrag von 450Stück Vasen mit dieser Glasur für dieMartinstherme in Frauenkirchen hatsich eine vor allem bei einem jungenKundenkreis beliebte Produktkategorieentwickelt. Schließlich gilt heutzutagenicht mehr das traditionelle Blumen-muster als attraktiv, sondern einfärbigglasierte Keramik.
Edwin Fraller probiert immer wiederNeues aus und orientiert sich dabeistark an Kundenwünschen, die er aufMärkten oder bei Ausstellungen ken-nen lernt. Auf dem Kunsthandwerks-markt in Marchegg beispielsweise triffter KeramikerInnen aus Deutschland,Tschechien, Ungarn und der Slowakeiund tauscht sich mit ihnen über dieneuesten„ Keramiktrends" aus.Daraus erstellt er seine eigene Pro-duktpalette, und was in einer Saisonnicht verkauft wird, produziert er in dernächsten nicht mehr. Flexibilität ist inder Töpferstube Fraller die Grundlagedes Geschäftserfolgs. Kontinuität hin-gegen herrscht in der Verwendung vonStoober Ton. Lediglich für Produkte,deren Scherben hell sein soll, verwen-det er Tonmassen aus Deutschland,wenn er z. B. drei unterschiedlicheTonsorten zu einem Stück vermengtund auf der Scheibe verarbeitet. Aufder unglasierten Oberfläche kommendie unterschiedlichen Scherbenfarbengut zur Geltung.
Edwin Fraller stellt in seinen zwei Werk-stätten zusammen mit seiner Frau undzwei weiteren Mitarbeiterinnen vor allemZierkeramik für Haus und Garten her.
Besonders gut verkaufen sich derzeitDekortürme, die aus in Form und Farbeunterschiedlichen Elementen( auch mitder erwähnten Bronzeglasur) individuellzusammengestellt werden können. DieElemente werden teilweise in Gips-formen, die ursprünglich für Tassenverwendet wurden hergestellt- einegelungene, an die aktuellen Kunden-bedürfnisse angepasste Weiterver-wendung von eigentlich veraltetenFormen. Besonders beliebt sind auchProdukte, die vollflächig in Rottönenglasiert sind wie Duftlampen, Licht-kegel, Rosenkugeln und Blumentöpfe,Behälter für Räucherstäbchen sowieKreuze und Weihwasserkessel, diegerne für Erstkommunion und Firmunggekauft werden. Geschirr wird zwarnoch hergestellt, dient aber entwederals Ergänzung zu bereits vor Jahrengekauften Speise- oder Kaffeeservicenmit Majolikamalerei oder als Geschenkmit individueller Namens- oder andererVerzierung.
Edwin Fraller unterrichtet seit vier Jahrenin der Keramikfachschule in Stoob dieFächer Töpfern und Gipsformenherstel-lung und begleitete im Rahmen diesesEU- geförderten Projekts eine Schulklas-se in die Slowakei, wo sie in der Mod-raer Majolikafabrik die lokale Keramik-tradition und-produktion kennen lernenund ausprobieren konnten. Er selbsthatte die Fachschule Stoob besucht- wie auch sein jüngerer Sohn derzeit-und danach im Keramikbetrieb von GittaWuschitz in Markt St. Martin gearbeitet.Als sie vor 20 Jahren in Pension ging,übernahm der damals 24jährige EdwinFraller die komplette Ausstattung undmachte sich damit wie man sieht sehrerfolgreich selbstständig.
Wenn man einmal infiziert ist mit dem ,, Virus" Keramik, kommt man nicht mehr davon los.
MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE
36
Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava