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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 11. März bis 19. August 2012]
Entstehung
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3 http://www.uluv.sk/product/hlina-192/

( zuletzt aufgerufen am 7.2.2012)

Claudia Peschel- Wacha vor derTöpferwerkstatt im Innenhof derÚĽUV- Zentrale in BratislavaFoto: K. Richter- Kovarik

Besonderes Augenmerk legte sie auf die Erforschung der džbánkari( Weißhafner bzw. Krügelmacher), die Fayencen und Majolika mit weißerzinndioxid- hältiger Glasur produzieren.

ÚĽUV- das slowakische Zentrum für Volkskunstproduktion

Ein wichtiger Partner bei dieser Forschung war die slowakische InstitutionÚĽUV, das Zentrum für Volkskunstproduktion in Bratislava. Es besteht seit1945, zunächst mit Sitz in Prag und einer Filiale in Bratislava. Erst im Jahr1954 entstand eine eigene slowakische ÚĽUV- Organisation.

Dr. Eva Kramplová, die dort seit 1972 im Fachbereich Keramik tätigist, lieferte wertvolle Hinweise. Sie kennt beinahe jeden Keramiker aus derganzen Slowakei persönlich. Aus Berichten weiß man, dass man im Sozia-lismus nicht so einfach freiberuflich tätig sein konnte. Es gab Kontrollen,wenn jemand zu Hause blieb und nicht zur Arbeit ging. Jeder tschecho-slowakische Staatsbürger hatte einen Personalausweis, in dem auch derArbeitgeber eingetragen wurde. Wenn nun selbstständige Kunsthandwer-ker für ÚĽUV nach deren Vorgaben Waren herstellten, bekamen sie eineÚĽUV- Karte. Diese galt als Beweis für die freiberufliche Tätigkeit und er-möglichte das freie Schaffen in einer eigenen kleinen Werkstatt. Zwei Drit-tel der Keramiker, mit denen im Rahmen dieser Studie Interviews geführtwurden, waren bereits im Sozialismus selbstständig für ÚĽUV tätig gewe-sen. Alle weiteren Töpfer suchten auch nach der Wende in irgendeinerForm Kontakt und Absatzmöglichkeiten über diese Institution. Die digitaleGalerie von ÚĽUV nennt zahlreiche Keramiker, die für die Volkskunstorga-nisation tätig waren und weiterhin sind. Einige von ihnen tragen den Titel,, Meister des Volkskunstschaffens" und ihre Biografien sind samt Werk-fotos im Internet zu finden.³ Seit Juni 1999 gibt es einen so genannten Hofder Handwerke( dvor remesiel) im lang gestreckten Innenhof der UĽUV-Zentrale in der Obchodná Straße in Bratislava auch mit einer Töpferwerk-statt, in der viele Kurse für Kinder und Erwachsene abgehalten werden.

Auswahlkriterien

Im nächsten Schritt wurden die in Frage kommenden Personen im Rah-men von mehreren Forschungsaufenthalten von insgesamt 20 Tagen inder Westslowakei im Zeitraum zwischen März 2011 und Jänner 2012 mitUnterstützung seitens des Partnermuseums in Modra telefonisch kontak-tiert und anschließend besucht. Bereist wurden neben der slowakischenHauptstadt Bratislava die Gemeinden Bernolákovo, Dunajská Lužná, Lim-bach, Modra, Pezinok, Šenkvice sowie drei Orte in der Region Záhorie,nämlich Zohor, Záhorská Bystrica und Pernek.

MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE

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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava