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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 11. März bis 19. August 2012]
Entstehung
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MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE

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als Ergänzung zu bereits vor Jahren gekauften Servicen in traditionellenDekoren oder Einzelstücke mit individueller Gestaltung( z. B. Vornamenoder Siebdrucke) als Geschenk gekauft. Ein einziger Betrieb, der ältestein Stoob, stellt noch große Speiseservice mit traditionellen und neu ent-wickelten Dekoren her. Der traditionelle Plutzer wird in der historischen,also undichten Form kaum noch produziert, lediglich in einigen Dörfernmit Sauerwasserquelle holen sich manche Leute das Wasser noch imPlutzer. Ansonsten wird dieses Gefäß höher gebrannt als früher, damites dicht wird, auch in glasierter Form angeboten und meist als Schnaps-flasche verwendet.

Einzelne KeramikerInnen wenden sich bewusst völlig von der Gar-ten- und traditionellen Geschirrkeramik ab und entwickeln moderne Ge-schirrserien durchwegs in kräftigen Farben oder Pastelltönen einfärbigglasiert, die sich an veränderten Koch- und Essgewohnheiten orientieren.Die einzelnen Geschirrformen selbst können bereits als Kunstwerke an-gesehen werden. Aus dem handwerklichen Können entwickeln mancheschließlich auch freie Objekte, die durchwegs dem Kunstbereich zuzu-ordnen sind.

Kunden und Märkte

Die meisten Keramikerlnnen betreiben ihre Werkstatt und auch ein Ver-kaufslokal direkt in oder bei ihren Wohnhäusern, vertreiben ihre Warenaber auch auf Handwerks-, Oster- und Weihnachtsmärkten in einem Um-kreis von ca. 120 km, also im Burgenland, in Niederösterreich, der Stei-ermark und Wien. Ihre Kundlinnen sind einerseits Laufkundschaft, aberauch treue Stammkundinnen aus ganz Österreich. Die österreichischenund deutschen Gäste der Thermen und des Neusiedlersees zählen eben-so zu den Kundinnen, die Handarbeit durchaus schätzen und bereit sind,auch mehr Geld dafür auszugeben- wenn die Produkte aber qualitäts-voll gearbeitet sind. Bedauert wird, vor allem im Mittelburgenland, dasauch für hervorragende Rotweine bekannt ist, dass das früher typischeGeschenk aus Keramik von einer oder mehreren Flaschen Wein abge-löst wurde. Andererseits zeigen Weinbauern und Weinkunden derzeit keinInteresse an Zubehör und Ausstattung aus Keramik, da eine nüchterne"Gestaltung und Einrichtung aus Glas und Metall im Trend liegt.

Jenseits der Töpferscheibe

Hier sollen exemplarisch einige Betriebe und KeramikerInnen kurzvorgestellt werden, die zwar kaum oder gar nicht auf der Töpferscheibe,sondern mit anderen Techniken arbeiten bzw. eine völlig andere, nicht

Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava