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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 11. März bis 19. August 2012]
Entstehung
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8 Payer, Johann: Ein Beitrag zur Ge-schichte des Hafnerhandwerks in Stoob.In: Marktgemeinde Stoob( Hg.): 750Jahre Stoob 1229-1979. Festschrift an-läßlich des 750- Jahr- Jubiläums und derErhebung zur Marktgemeinde 1. bis 27.Mai 1979. Stoob o.J.[ 1979], S. 128-149;Gürtler, Wolfgang: Von der bäuerlichenTöpferei zur Industriekeramik". Seminar-arbeit Univ. Wien 1973/74.

9 www.burgenlandkultur/ kuenstler/10 www.telefonbuch.at

Veronika Plöckinger- Walenta imGespräch mit Petra LindenbauerFoto: Arbo Walenta

Veronika Plöckinger- Walenta beim Interview imVerkaufslokal von und mit Günther HoffmannFoto: Arbo Walenta

Keramik im Wandel

Nach dem Ersten Weltkrieg produzierten die Stoober Töpferinnen auchHarz- und Blumentöpfe, da ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts, vor al-lem aber nach dem Zweiten Weltkrieg andere Materialien den Ton bei derHerstellung von einfachen Koch-, Ess- und Trinkgefäßen verdrängten undneue Produkte gefunden werden mussten. Aufgrund des sinkenden Absat-zes ihres traditionellen Geschirrs begannen die burgenländischen Töpfernach dem Zweiten Weltkrieg auf Anregung der Keramikerin und MalerinKatja Karnitschnigg- Schalk, sich auch mit der Technik der Habaner-Tradition zu beschäftigen und entwickelten daraus ein Dekor aus gemal-ten Blüten( gruppen) auf weißer Grundierung. Diese rund 50 Jahre langproduzierte und angebotene Verzierung bzw. die handgemachte Geschirr-produktion generell entspricht im 21. Jahrhundert jedoch nicht mehr demGeschmack und den Bedürfnissen der KonsumentInnen.

Zeitgenössische Keramik im Burgenland- Analyse der FeldforschungZiel der Feldforschung war es folglich, herauszufinden, wie es den zeit-genössischen KeramikerInnen im Burgenland trotz der beschriebenenBedingungen gelingt, von den Erzeugnissen ihrer Hände zu leben, alsowelche Produkte sie für welche Kundenkreise herstellen und wo sich ihreAbsatzmärkte befinden.

Die Daten der im Burgenland tätigen Keramikerlnnen wurden einer-seits von den Forschungsergebnissen des ebenfalls EU- geförderten Pro-jekts Keramik³- gebrannte Idylle. Typen/ Regionen/ Museen", das 2003im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee begonnen hatte, übernom-men. Weitere Recherche erfolgte über die Künstler- Datenbank auf derHomepage des Landes Burgenland, im elektronischen Telefonbuch 10 undüber Empfehlungen von befragten KeramikerInnen, wobei jedoch kein An-spruch auf Vollständigkeit erhoben wird.

Ausbildungswege und Selbstverständnis

Nach mehrmaliger schriftlicher und telefonischer Kontaktaufnahme kristal-lisierte sich jene Gruppe von 15 KeramikerInnen heraus, die ausschließlichoder hauptsächlich an der Scheibe arbeiten, und die nun hier in diesemAusstellungskatalog vertreten sind. Dabei handelt es sich um acht Frauenund sieben Männer, die fast alle hauptberuflich als selbstständige Kera-mikerInnen arbeiten. Ihre Ausbildung erhielten elf Keramikerinnen in derFachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob- zwei davon beendetendie Schule allerdings nicht, sondern wechselten in die Ortweinschulenach Graz-, drei absolvierten eine Lehre bei damals noch existierenden

MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE

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Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava