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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 11. März bis 19. August 2012]
Entstehung
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Die diesem Katalog zugrunde liegende Ausstellung Mit demGefühl der Hände. Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in derRegion Bratislava" ist das Resultat einer Feldforschung, die in den Jahren2010 und 2011 aus Mitteln des EU- Programms creating the future- Pro-gramm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei- Österreich2007-2013 im Rahmen des Gesamtprojekts Tradition aus Ton- Wegezur Wahrnehmung des keramischen Erbes/ Tradície z hliny- cesty zapoznaním keramického dedičstva" unter dem Akronym TRA- KER durch-geführt wurde. Die Feldforschung war eines der neun Arbeitspakete undist gleichzeitig die Fortsetzung eines im Jahre 1997 in Niederösterreichbegonnenen Projekts des Volkskundemuseums unter der Direktion vonHR Dr. Franz Grieshofer zur Erfassung der zeitgenössischen Töpferinnenund Töpfer in Österreich, das damals von Claudia Peschel- Wacha durch-geführt wurde. Nun leitete sie ein weiterführendes Projekt zur Erforschungder aktuellen Töpferproduktion im Burgenland sowie in der angrenzendenRegion Bratislava im Nachbarstaat Slowakei. Dabei übernahm VeronikaPlöckinger- Walenta die Feldforschung im Burgenland, Claudia Peschel-Wacha die Forschungen in der Slowakei, zusammen mit Katharina Richter-Kovarik, ohne deren slowakischer Sprachkenntnisse und Erfahrungen mitder slowakischen Kultur insgesamt dieses Projekt nicht durchführbar ge-wesen wäre. Miteinander bereisten sie viele Gemeinden in der RegionBratislava. Im Fokus stand dabei jene Berufsgruppe, deren wichtigstesArbeitsgerät die Töpferscheibe darstellt. Die Töpferscheibe ist eine derältesten Erfindungen der Menschheit, und es erfordert viel Übung, daraufGefäße drehen zu können. Heutzutage ist die Verwendung der Töpfer-scheibe vor allem den handwerklich tätigen Töpfern mit einschlägigerAusbildung und gewerblicher Berufsorientierung vorbehalten, denn dieHerstellung von Keramik auf der Scheibe unterscheidet sich wesentlichvon anderen Formgebungsverfahren, die im Kunstbereich von Keramik-künstlern und-künstlerinnen und im Freizeitbereich von Hobbykeramikernund-keramikerinnen ausgeübt werden. Aufgrund dieser Forschungen zubeiden Seiten des österreichisch- slowakischen Grenzgebietes können inder Ausstellung über 200 Keramiken aus insgesamt dreißig Werkstättengezeigt werden. Je fünfzehn Keramiker( Handwerker, Kunsthandwerker,Künstler) aus dem Burgenland und der Westslowakei erhalten so dieMöglichkeit, erstmals im Österreichischen Museum für Volkskunde inWien ihre herausragenden Werke präsentieren zu können. Die Ausstellungübersiedelt anschließend in die Slowakei und wird am 30. August 2012im neuen Museum der Slowakischen Keramikplastik, einer Filiale desSlowakischen Nationalmuseums- Ľudovít Štúr Museum in Modra eröffnet.

Margot Schindler

Vorwort

Zeitgenössische Töpfer im Burgenland und in der Region Bratislava

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MIT DEM GEFÜHL DER HÄNDE