Druckschrift 
Tigermütze - Fraisenhaube : Kinderwelten in China und Europa ; [eine Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde und der Österreichischen Gesellschaft für Chinaforschung, 20. November 2005 bis 5. März 2006]
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

TIGERMÜTZEFraisenhaube

30

GESELLSCHAFT

In der westlichen Welt sinken die Kinderzahlen. Dies ist auf einen Wandelgesellschaftlicher Werte und Einstellungen zurückzuführen.Manche Bevölkerungskreise setzen Kinder und Jugendliche mit Lärm,Belästigung und Zerstörung gleich. Der kinderfeindlichen Einstellungversuchen Staat und Länder mit familienfreundlichen Förderungsmaß-nahmen entgegen zu steuern.

Der niedrige Kinderwunsch der Bevölkerung hängt mit verschiedenenFaktoren zusammen:

Eltern können heute bestimmen ob und wann sie Kinder bekommen.Frauen haben mehr berufliche Möglichkeiten und wollen diese auch nützen.Ein Kind reduziert die Karrierechancen der Mutter und führt zu mehrfacherBelastung durch Familie, Haushalt und Beruf.

Kinder spielen in der persönlichen Altersvorsorge keine Rolle mehr.

Im Gegenteil. Die Entscheidung für Kinder ist mit hohen finanziellenBelastungen verbunden. Durch staatliche Maßnahmen wie dem Kindergeldwird versucht, die Geburtenrate in Österreich anzuheben.

Informationsbroschüre zum

Thema Kinderbetreuungsgeld desBundesministeriums für sozialeSicherheit, Generationen undKonsumentenschutz, 2004

Zwei Verbotstafeln aus WienerGemeindebauten, 2004ÖMV 83.067, 83.068

Ortstafel und Zertifikat für einefamilienfreundliche Gemeinde,Oberösterreich 2004ÖMV 83.069

Kinder und Jugendliche werdenweltweit durch die Kinderrechts-konvention der UNO aus demJahre 1989 als selbstständigeTrägerInnen von Rechten ernstgenommen.