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Keramik <<[hoch]>> 3 : gebrannte Idylle ; Typen, Regionen, Museen ; [der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung "Keramik [hoch] 3 - gebrannte Idylle. Typen, Regionen, Museen" ; Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, 09.05.2004 - 01.11.2004 ; Slovenské Národné Múzeum Martin - Etnografické Múzeum, 18.11.2004 - 28.03.2005 ; Savaria Múzeum Szombathely, 24.04.2005 - 04.09.2005] = Keramika [hoch] 3 : pálená, idyla ; typy, regióny, múzeá
Entstehung
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schlossen sich die Stoober Töpfer zu einer Genossenschaftauf Basis der Gewerbeordnung zusammen. Im Rahmendieser bis heute bestehenden Institution führen sie auch einnunmehr symbolhaftes ,, Zunftleben weiter. So wird alljähr-lich aus der Reihe der Meister ein neuer ,, Vater" gewählt,der heute durchaus auch weiblich sein kann. Dieser bewahrtnicht nur die Mitgliedsbeiträge, sondern auch die Zunftkan-ne aus Zinn von 1619 und die Zunfttruhe aus dem Jahr 1846mit den historischen Dokumenten auf. Kanne und Truhewerden am Stefanitag dem Neuvater" übergeben und ineinem Zunftumzug zu dessen Haus getragen- ein einzig-artiges Ritual, das bis heute hier fortgeführt wird.

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Zunfttruhe und-kelch

Cechová truhlica a cechová kanvicaCéhláda és-kancsó

Neue Techniken- neue Produkte

Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts verwendete man für dieHerstellung von einfachen Koch-, Ess- und Trinkgefäßen an-dere Materialien als Ton. Deshalb produzierten die Stooberv.a. nach dem Ersten Weltkrieg auch Harz- und Blumen-töpfe in großer Menge. Nach dem 2. Weltkrieg fand für dieTöpferei in Stoob eine Zäsur statt: Auf Anregung der Kera-mikerin und Malerin Katja Karnitschnigg- Schalk begannendie Töpfer, sich mit der Fayence- Technik der Habaner- Tra-dition zu beschäftigen. Daraus entwickelten sie ein- heutefür Stoob als typisch angesehenes- Dekor aus kleinenBlüten( gruppen) auf weißer Glasur.

Diese rund 50 Jahre lang produzierte und angebotene Ver-zierung entspricht im 21. Jahrhundert nicht mehr ganz demGeschmack der Konsument/ inn/ en. Die Töpfer in Stoob ver-suchen nun auf unterschiedliche Weise, ihren Fortbestand zusichern: Manche entwickeln völlig neue Dekore( Pastellfar-ben zur vielseitigen Kombination) oder ein neues Blumen-dekor für ihre Geschirrserien. Andere wenden sich vom Ge-brauchsgeschirr gänzlich ab und konzentrieren sich auf dieregionalen Bedürfnisse in Zusammenhang mit Weinkultur,Garten- und Hausschmuck, aber auch auf die im Burgenlandboomende Wellnesskultur in den zahlreichen Thermen desLandes.

Geschirrset mit Blumendekor, Töpferei Sandra Graf

Súprava riadov s kvetinovou výzdobou, hrnčiarska dielňa Sandry Graf

Virágmintás edényegyüttes, Sandra Graf fazekasműhelyéből