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Ur-Ethnographie : auf der Suche nach dem Elementaren in der Kultur ; die Sammlung Eugenie Goldstern
Entstehung
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Waren Talg- und Öllampen bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die gebräuch-lichsten Beleuchtungskörper, so waren Kerzen seltener in Gebrauch. Kerzen ausBienenwachs waren sehr teuer und wurden daher in bäuerlichen Haushalten nur zusakralen Zwecken, etwa beim Gebet, verwendet. Kerzen aus Talg oder Pech wurdenselbst hergestellt oder beim Seifensieder gekauft. Sie ruẞten und tropften stark,außerdem brannten die Dochte nicht gleichmäßig. Immer wieder mussten sie nach-geschnitten( geschnäutzt) werden. Der Vorteil der Kerzen lag darin, dass sie leichtlager- und transportierbar sind.

Im 19. Jahrhundert wurde das Beleuchtungswesen grundlegend revolutio-niert. Öllampen konnten wesentlich verbessert werden, und der Brennstoff Petrole-um garantierte beständiges und helles Licht. Öl- und Petroleumlampen waren nochlange in ländlichen Gebieten, etwa in Bessans, in Verwendung, als es in den Städtenbereits Gaslicht und beginnend mit dem zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhundertselektrisches Licht gab.

K.P.

Lit.:

Arnold, Viktoria( Hg.): Als das Licht kam". Erinnerungen an die Elektrifizierung(-Damit es nicht verloren geht..., II).Wien u.a. 1986.

Goldstern, Eugenie: Hochgebirgsvolk in Savoyen und Graubünden. Ein Beitrag zur romanischen Volkskunde. Wien 1922.Goldstern, Eugenie: Die Haustypen des Aostatales. Bislang unveröffentlichtes Manuskript in einer Abschrift vonKlaus Beitl, 2004.

Hempel, Gudrun: Lampen. Leuchter. Licht. Sonderausstellung aus der Sammlung Ladislaus Benesch im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde(-Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, 47). Wien 1984.

Hempel, Gudrun: Lampen. Leuchter. Licht( II). Aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde(-Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, 59). Wien 1991.

Matz, Jutta und Heinrich Mehl: Vom Kienspan zum Laserstrahl. Zur Geschichte der Beleuchtung von der Antike bisheute. Husum 2000.

Rütimeyer, Leopold: Ur- Ethnographie der Schweiz. Ihre Relikte bis zur Gegenwart mit prähistorischen undethnographischen Parallelen(-Schriften der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde, XVI). Basel 1924.Schivelbusch, Wolfgang: Lichtblicke. Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert. München- Wien 1983.Wietek, Gerhard: Altes Gerät für Feuer und Licht. Oldenburg- Hamburg 1964.

Talgleuchter

Kanton Graubünden, 18. Jh.,ÖMV/ 32.790

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