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Ur-Ethnographie : auf der Suche nach dem Elementaren in der Kultur ; die Sammlung Eugenie Goldstern
Entstehung
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Eugenie Goldstern[ 1883 in Odessa- 1942 im Vernichtungslager Izbica]

Als jüngstes von 14 Kindern wird Eugenie Goldstern 1883 in Odessa geboren.Da ihr Vater, ein angesehener Kaufmann, aus Lemberg stammt, gilt Eugenie als Öster-reicherin. Sie besucht die jüdische Gemeindeschule, später das Gymnasium.

Eingebettet in das Milieu einer großbürgerlichen Familie, in der deutschgesprochen wird, wächst Eugenie zu einer intelligenten, selbstbewussten Frau heran,die mehere Sprachen( Polnisch, Russisch, Französisch) beherrscht. 1905 flieht dieFamilie vor den schweren Pogromen aus Odessa. Eugenie übersiedelt mit einem Teilder Familie nach Wien. Hier wendet sie sich der modernen" aufstrebenden Ethno-graphie zu und beginnt 1910/11 bei Michael Haberlandt Volkskunde zu studieren. Vorallem begeistert sie seine völkerumspannende Betrachtungsweise. Er lenkt ihr Augen-merk auf die Reliktforschung. Sie bevorzugt jedoch nicht, wie etwa die Vertreter derWiener anthropologisch- ethnographischen Wissenschaft, den Balkanraum, sondernsie begibt sich 1912 erstmals auf die Spurensuche der Ur- Ethnographie", wie sie vonLeopold Rütimeyer in der Schweiz vorexerziert worden war, in die Rückzugsgebieteder Hochgebirgstäler im Wallis. Großen Einfluss übt auch ihr Vorbild Arnold VanGennep auf Eugenie Goldstern aus. Von ihm bekommt sie nicht nur die Anregungfür ihre Untersuchungen in Savoyen, sondern von ihm übernimmt sie auch die Syste-matik der monographischen Methode.

Frances Freeman

SCHWEIZ

REISEN

1011/12 WALLIS1019/20 MONSTER

TAL

VOR-ARLBERG

TIR

USW

CHUXT

URI

GRAUBO

ARUSA

ZEANTZ

WIESEN

OBERWALDOBERGESTELLEN

Schautafel

für die Ständige Schausammlung imÖsterreichischen Museum für Volkskundeum 1950

TESSIN

41 Ur- Ethnographie

STALLA

VARAVA

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