Teufelsmaske
Aus Holz geschnitzte und farbig gefasste Teu-felsmaske, welche bei Volksschauspielen ver-wendet wurde. Durch die weichen Züge, diewie mit Fett gepolstert erscheinen, und dieangesetzten Schweinsohren mutet die Maskestark tierisch an, ohne jedoch den Eindruck einesbestimmten Tieres zu erwecken. Das offeneMaul zeigt vier sichtbare Zähne. Auf die hell-graue Hautfarbe sind dunkelbraune Fleckenaufgesetzt.
Salzburg, Österreich, wohl 18. Jh.Inv.Nr. ÖMV/ 5.456
Buso- Maske
Aus Holz geschnitzte, vorwiegend rot bemalteMaske mit sehr vereinfachten, starren Zügenund zwei in die Stirn eingesetzten Hörnern.Die Stirn ist über den Augen gerade abgesägt,wodurch sich eine scharfe, senkrechte Kanteergibt. Der offene Mund zeigt zwei weißeZahnreihen, einige der Zähne fehlen. Mit einemangehefteten, bis über die Schulter reichendenLammfellbesatz ausgestattet. Beim traditionellenBuso- Aufzug verwendet.
Mohacs, Ungarn, 19. Jh.Inv.Nr. ÖMV/ 22.877
Teufelsmaske
Aus Weichholz geschnitzte und farbig gefassteTeufelsmaske, welche möglicherweise beimVolksschauspiel ,, Tod und Teufel" oder beiPassionsspielen verwendet wurde. Auf dasverhältnismäßig flache Gesichtsoval sind eineschnabelartige Nase, kleine, seitlich gestellteTierohen und kurze, nach vorn gekrümmte Hör-ner aufgesetzt. Beim breiten, leicht geöffnetenMund mit konkav geschwungener Oberlippe sindbeide Zahnreihen sichtbar. An den Rand derMaske ist ein Kopfsack aus Jute angenagelt.Auf schwarzem Grund rot und weiß bemalt.Kärnten, Österreich, wohl 18. Jh.Inv.Nr. ÖMV/ 33.792
Perchtenmaske
Aus Weichholz geschnitzte, farbig gefasstePerchtenmaske. Das breite Maul mit gefletsch-ten Zähnen, der rückwärts angenagelte Kopfsackund der Fellansatz unter dem Kinn verstärkenden furchterregenden Eindruck. Die dynamischeFaltenführung läßt das Gesicht in Bewegungerscheinen. Aus dem Maul schlagen roteFlammen auf die umliegende schwarze Haut.Über den doppelt angesetzten Augenbrauenziehen die Stirnfalten wieder flammenartig zuden Ohren hinauf.
Salzburg, Österreich, wohl frühes 18. Jh.inv.Nr. ÖMV/ 41.120
19
Schemenmaske
Aus Weichholz geschnitzte, farbig gefasste Män-nermaske, welche bei den Nordtiroler Schemen-läufen getragen wurde. Die streng ornamentaleAusführung lässt die Maske besonders ein-drucksvoll erscheinen. Das bärtige Männer-gesicht gewinnt durch die stark ornamentalwirkende Riefung an kräftiger Plastizität. Überdem Mund befindet sich innen ein halbrundgebogener Draht, der offenbar zum Festhaltender Maske mit den Zähnen dient. RotbrauneHautfarbe, die Brauen und der Bart sind hellgrau.Nordtirol, Österreich, wohl 18. Jh.Inv.Nr. ÖMV/ 36.805
Krimmler VolksschauspielmaskeAus Weichholz geschnitzte, grotesk wirkendeMaske, welche im Krimmler Hexenspiel für den,, Bajazzo" bestimmt war. Der Schnurrbart mitden etwas ausgezogenen Enden wird durchdie schmale, tiefe Riefung gestaltet. Der leichtgeöffnete Mund mit elf sichtbaren Zähne istnach links verzogen. Die Fassung ist rötlichgelb,der Schnurrbart schwarz, die Lippen sind rot.Ein blau- roter Beulenfleck markiert das linkeAuge als geschwollen.
Krimml, Salzburg, Österreich, Mitte 19. Jh.Inv.Nr. NHM/ 50.968
Krimmler VolksschauspielmaskeAus Weichholz geschnitzte, dunkelgelb gefassteMaske des Todes", welche im Krimmler Niko-lausspiel verwendet wurde. Die groß ausge-schnittenen Augenhöhlen und die Nasenlöcherder kurzen Nase sind wie bei einem Toten-schädel ausgeführt. Die Stirn ist hochgezogen,der breite, offene Mund ist mit weißen Zähnenbesetzt.
Krimml, Salzburg, Österreich, Mitte 19. Jh.Inv.Nr. NHM/ 50.978
Holzmaske
Aus Weichholz geschnitzte, rötlichbraun gefassteMaske, fantasievoll geschnitzt. Gesicht mitschräggestellten Augen, breitem, leicht geöffne-tem Mund mit wulstigen Lippen und vier hauer-artigen Zähnen im Unterkiefer. Durch das Kinnschlängelt sich ein schlangenartiges Ungeheuer.Aus der Nasenwurzel wächst ein kleines, zurStirn hin gebogenes Horn. Die großen Ohrensind schmal und spitz geschnitzt. Auf dem Kopfist eine gelbe Krone geschnitzt, aus welcher eingrünes schlangenartiges Ungeheuer aufragt.Zwei geschnitzte gelbe Hirschgeweihe bekrönendie Maske. In die Stirn sind zwei echte Ziegen-hörner eingesetzt. Bei der Maske handelt essich um ein fantasievolles Plagiat unbestimmterHerkunft.
Wohl Österreich, 20. Jh..
Inv.Nr. ÖMV/ 25.005
Ur- Ethnographie
Weibliche Maske
Holz
We( Kran), Liberia
Museum für Völkerkunde, Wien, Inv.Nr. 126.179,Sammlung Becker- Donner
Die Masken mit weiblichen sanften Gesichts-zügen versorgen die Knaben während ihresAufenthaltes in einem Initiationslager im Buschmit Lebensmitteln aus dem Dorf. Sie werdenauch Wächtermasken" genannt.
Maske
Holz, Messingstreifen
Toma?, Liberia
Museum für Völkerkunde, Wien, Inv.Nr. 118.658,Sammlung Oldenburg, 1923
Diese Maske, deren Herkunft nicht eindeutiggeklärt ist, stammt vermutlich von den Toma,die im Grenzgebiet von Liberia und Guinea leben.Es könnte sich hier um eine Maske handeln, dieein mächtiges, übernatürliches Wesen verkörpertund Knaben während der Initiation bei ihremrituellen Tod und der Wiedergeburt als Erwachse-ne begleitet.
Theatermaske
Holz mit BemalungSri Lanka, 19. Jh.
Museum für Völkerkunde, Wien, Inv.Nr. 20.426,Sammlung Carl Hagenbeck, 1884
Im Kolam- Maskenspiel Sri Lankas gelangen ver-schiedenste Szenen aus dem Sagen- und Legen-denschatz zur Aufführung. Diese Maske stellteinen Dämon dar, der Krankheiten verursachenkann. Nachdem ihm während der AufführungOpfer dargebracht wurden, wird von ihm erwar-tet, den Erkrankten wieder gesunden zu lassen.
Maske
Holz, Pigment, Pflanzenfaser
Insel Manam, Papua Neuguinea, MelanesienMuseum für Völkerkunde, Wien, Inv.Nr. 76.679,Sammlung Rudolf Pöch/ Anton Dreher, 1907Spitzovale Holzmaske mit Querstab an dergewölbten Rückseite, der beim Tanz mit denZähnen vor dem Gesicht gehalten werden kann.Diese Maske wurde gemeinsam mit einemMaskenkostüm getragen und repräsentierte inder Gesamtheit einen mächtigen( mythischen)Clanahnen.