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Aller Anfang : [birth - Geburt - naissance - parto ; Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 10. April bis 6. Oktober 2002]
Entstehung
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Reise nach Bethlehem

Detail aus einer Weihnachtskrippe aus Rinnbei Innsbruck. Maria und Joseph mit einemgesattelten Esel zu Fuß auf dem Weg nachBethlehem. Maria in rotem, langem Kleidmit blauem Umhang und hellem breitkrem-pigen Hut. Auf dem schwanger gewölbtenLeib trägt sie am Kleid in goldenen Letterndas Christusmonogramm IHS. Joseph inblauem Kleid und langem, rot- goldenenUmhang mit breitkrempigem, an beidenSeiten hochgeschlagenen dunklen Tiroler-hut, trägt in einem Korb mit einem Stocküber der Schulter das Zimmermannswerk-zeug.

Johann Giener, Thaur, Tirol,

Ende 18., Anfang 19. Jahrhundert

L( des Standbretts) 17,0,

B( des Standbretts) 7,5, H 9,5Österreichisches Museum für Volkskunde,Inv.Nr. 53.670 b/ 71

In der christlichen Ikonographie begegnetman dem Christusmonogramm IHS invielfältiger Weise. Im frühen Mittelalterals Jesus Hominum Salvator oder In HocSigno( Vinces) gedeutet, wird es spätervor allem durch die Jesuiten populär, diees als Abkürzung für lesus Habemus

Socium oder lesu Humilis Societatisverwenden. Auf Erzeugnissen der sog.Volkskunst, wie auf bemalten Möbeln,Keramik, bestickten Textilien ist es einbeliebtes Dekorelement.

Nicht so häufig und daher kostbar sinddie Darstellungen der graviden Gottes-mutter, deren Schwangerschaft nicht nurdurch einen gewölbten Leib angedeutetwird. Der Schnitzkünstler hat, unter Hin-weis auf die göttliche Natur des zu erwar-tenden Kindes, den abgekürzten NamenJesu sichtbar auf dem Kleid Mariensangebracht. Im 15. und 16. Jahrhundertfinden sich, analog zu den Darstellungender Maria gravida, auch solche von Annain Erwartung Mariens, bei denen das KindMaria vor dem Leib der Mutter Annaschwebt. Auch in den Szenen der Heim-suchung wird bis zur Aufklärung hin undwieder sowohl die Leibesfrucht Mariensals auch jene der Base Elisabeth in Formdes Johannesknaben in oder vor den Lei-bern der Frauen sichtbar.

MS

Lit.: Lechner, Gregor Martin: Maria gravida.Zum Schwangerschaftsmotiv in der bildendenKunst.(= Münchner Kunsthistorische Abhand-lungen Band IX) München, Zürich 1981.

LA CONCEPTFON

Marienstatue

Holzplastik, geschnitzt, gefaßt. Marien-statue in langem rotem, goldgemustertenKleid, mit goldenem, durch eine Fibelgehaltenen Umhang und weißem Kopf-tuch. Das geneigte Haupt ist von einemHeiligenschein bekränzt( reliefierter kreis-runder Sechsstern mit gekerbtem Rand),die linke der beiden eingesetzten Händefehlt. An der Taille, direkt oberhalb desleicht gewölbten Bauches befindet sicheine ausgeprägte Kleiderfalte( Schleife),die auch als werdendes Kind interpretiertwerden könnte.

Bessans, Frankreich, 18. JahrhundertStehende Figur H 33,0, Standbrett

L 12,0, B 8,8, H 2,0

Österreichisches Museum für Volkskunde,Inv.Nr. 32.684 b

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