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Aller Anfang : [birth - Geburt - naissance - parto ; Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 10. April bis 6. Oktober 2002]
Entstehung
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also eingebunden" war. Die in den Sammlungen erhaltenenTaufmünzen des 19. Jahrhunderts zeigten meist eine weltliche,seltener eine geistliche Taufszene, und waren in feiner Filigran-arbeit gefasst. Durch die Kleidung der dargestellten Figuren unddie Meistermarken auf den Rückseiten der Münzen sind siemeist einigermaßen gut zu datieren. Das beliebteste Taufge-schenk des Jahreswechsels 2001/2002, das sog. Euro- Start-paket, wird in dieser Hinsicht nachfolgenden Sammler- und For-schergenerationen ebenfalls keine Schwierigkeiten bereiten.

Taufmünze

Silber, Filigran, 19. JahrhundertÖsterreichisches Museum für Volkskunde

Wöchnerinnenschale

Keramik, 18. Jahrhundert

Österreichisches Museum für Volkskunde

Die Geburt in der Volkskunde

Das in den vorangegangenen Kapiteln skizzierte Objektreper-toire widerspiegelt im wesentlichen die Orientierung des Inter-esses der klassischen, sammelnden Volkskunde am ThemaGeburt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser Eindruckbestätigt sich auch bei der Sichtung einschlägiger Publikatio-nen. Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett undTaufe waren hauptsächlich in zwei Umfeldern zentrale Themendes volkskundlichen Interesses: in jenem der Brauchforschungum den Lebenslaufzyklus, dessen herausragende EreignisseGeburt Hochzeit- Tod auf symbolisch- ritueller Ebene beson-dere Handlungen erfordern, und in jenem der traditionellenGeburtshilfe, wo man das Wissen um den im 20. Jahrhundertscheinbar im Aussterben befindlichen Berufsstand der Haus-geburtshebamme bewahren wollte. Die Praktiken der Volks-medizin und abergläubische Vorstellungen rund um Schwan-gerschaft und Geburt wurden ebenfalls erhoben, soweit sieFrauensache waren. Frauen wurden in der traditionellen Volks-kunde vornehmlich als Hausfrauen, Bäuerinnen und Müttergesehen, und diesem reproduktiven Rollenbild, das auch weit-gehend den tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnissen ent-sprach, entsprach auch eine Forschung, die mehr auf Beschrei-bung und Bewahrung denn auf Erkenntnis und Veränderunggerichtet war.

Susanne Breuss beschäftigte sich in jüngerer Zeit kritisch mitden, volkskundliche[ n] Blicke[ n] auf den weiblichen Körper" 39,