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2000 - Zeiten, Übergänge : zur Konstruktion der Jahrtausendwende ; Begleitpublikation zur Ausstellung: ..., 3. Dezember 1999 bis 13. Februar 2000
Entstehung
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Kalenderfries( Ausschnitt), zeigt attische Feste und die Sternzeichen,

tumszeit im März. Dieses sogenannte AltrömischeNeujahr wurde bis weit ins Mittelalter neben ande-ren Jahresanfängen verwendet. Die Dauer des römi-schen Jahres betrug jedenfalls 355 Tage, wobei vierMonate 31 Tage zählten, sieben Monate 29 Tageund der Februar 28. Um den Zeitausgleich vorzu-nehmen, wurden Schaltmonate eingefügt, was dieAufgabe des Pontifex Maximus war. Es gab jedochkeine festen Regeln dafür, weshalb der Kalenderbald nicht mehr mit den Jahreszeiten überein-stimmte. Gaius lulius Caesar, der etliche Ämter imrömischen Staat übernommen hatte, so auch jenesdes Pontifex Maximus, ging im Jahr 45 v. Ch. daran,den Kalender zu überarbeiten. Er teilte das Jahr in365 Tage und setzte einen Schalttag alle vier Jahrefest. Den Monaten gab er die Tagesanzahl, die sienoch heute haben mit Ausnahme des Februars,der 29 Tage zählte, und des Sextilis mit 30 Tagen.Augustus gab dem achten Monat Sextilis seineneigenen Namen und einen Tag dazu, damit dieserMonat nicht kürzer war als der Juli, den Caesar nachsich benannt hatte. Um die Tagesanzahl konstantzu halten, kürzte Augustus dafür den Februar. Indieser Form wurde der sogenannte julianischeKalender" später die Basis der christlichen Zeit-rechnung.

Im antiken Rom bestanden mehrere Möglichkeitender Periodisierung, über die an dieser Stelle ledig-lich ein grober Überblick gegeben werden kann.Einmal wurden die Zeitabschnitte nach den Amts-zeiten der Konsuln gezählt, die allerdings anfäng-lich unterschiedlich lang waren. Später wurde auchnach den Tribunatsjahren der Kaiser gerechnet.Eine weitere gebräuchliche Zählweise war die nach

Mitte 1. Jhd. v. Ch., Kleine Metropolitankirche, AthenGipsabguß der Archäologischen Sammlung desInstituts für Klassische Archäologie der Universität Wienden Steuerperioden, der sogenannte Indiktionsszy-klus, der aus 15 Jahren besteht. Der Indiktionsszy-klus ist wie die Goldene Zahl und die Olympiaden-rechnung in Hauskalendern der Gegenwart zu fin-den. Die Olympiadenrechnung war, wie erwähnt,bei den Römern ebenfalls in Verwendung.Eine weitere Möglichkeit, den Anfang der Zeitzäh-lung zu bestimmen, ist die Rechnung, ab urbe con-dita"( a.u.c.), ab der Gründung der Stadt Rom. DieGründung Roms durch Romulus und Remus warjedoch Bestandteil eines Mythos, daher zeitlichnicht eindeutig festgesetzt. Verschiedene Datenwaren allgemein akzeptiert, unter anderen berech-nete der Schriftsteller und Historiker Marcus Teren-tius Varro( 116-27 v. Ch.) ein Datum für die Grün-dung, das schließlich breite Zustimmung fand unddas wir heute als 753 vor Christus kennen. Auf-grund der Umstrittenheit des Gründungsjahres undseines mythischen Charakters wurde es im antikenRom nie für Datierungen herangezogen, erst in derZeit des Humanismus wurde es üblich, Daten ausder Geschichte Roms nach dem Gründungsjahr desVarro anzugeben.12

Neben den hier kurz skizzierten Zeitrechnungengab es in der Antike unzählige andere regional,überregional oder in religiösen Zusammenhängenverwendete Kalendersysteme. Erwähnt sei nur dieWeltära der Griechen und die Seleukidenära, auchAlexandrinische Weltära genannt, die heute nochvon den syrischen Christen im Libanon verwendetwird.13

Die unterschiedlichen Zeitrechnungen der Antikebeeinflußten die christliche Zeitrechnung und grün-

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