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2000 - Zeiten, Übergänge : zur Konstruktion der Jahrtausendwende ; Begleitpublikation zur Ausstellung: ..., 3. Dezember 1999 bis 13. Februar 2000
Entstehung
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Mondoberfläche, Fotografie um 1900Bildarchiv, ÖNB Wien

tierten Gesellschaften waren die Jahreszeiten unddamit die Sonnwenden und Tag- und- Nacht- Glei-chen von besonderer Wichtigkeit. Sie zeigten dieZeit der Aussaat, der Ernte und der Ruhephase anund wurden als Übergänge mit bestimmten Ritenbesetzt. Für die Darstellung bildete sich in Mitte-leuropa ein ikonographischer Kanon heraus, derihnen bestimmte Attribute und Szenen zuordnet.Ein regelrechter Kult entstand im 17. und 18. Jahr-hundert, als die Jahreszeiten zu Symbolen desZyklus von Werden und Vergehen wurden³. Ikono-graphisch ähnlich sind die Darstellungen der Mona-te, denen sehr häufig landwirtschaftliche Tätigkei-ten zugeordnet werden.

Damit wären wir bei der zweiten Möglichkeit, dieZeit zu zählen: statt sich an der Sonne zu orientie-ren, wird die Zeitrechnung an den Mond gebunden.Es ergeben sich hier ähnliche Probleme wie beimSonnenjahr, weil auch beim Mondjahr ein Zeitüber-schuß entsteht, der durch Schaltmonate ausgegli-chen werden kann. Der Zeitraum, in dem sich dieMondphasen erneuern ist mit 29 Tagen, 12 Stun-den, 44 Minuten und 3 Sekunden anzugeben. Wei-tere Schwierigkeiten tauchen auf, wenn das Mond-jahr und das Sonnenjahr miteinander verbundenwerden sollen, da sie im Grunde voneinander unab-hängige Größen sind. Um ein Mondjahr zu bilden,das mit den Jahreszeiten übereinstimmt, wird es in

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