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Mit dem Gefühl der Hände : zeitgenössische Töpfer in Niederösterreich ; Schloß Gobelsburg bei Langenlois im Kamptal, 24. Mai bis 19. Oktober 1997 ; Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien, 26. Oktober 1997 bis 23. Februar 1998
Entstehung
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gibt ihnen eine neue Funktion. Knödelschüssel, Milchtopf, Talkenpfanne undGugelhupfform sie werden eher als Zierde des Landhauses" als ihrenursprünglichen Funktionen gemäß verwendet. Andererseits bewirken die Voll-wertküche und die Tendenzen, Lebensmittel wieder im eigenen Haushalt herzu-stellen, ein Wiedererwachen mancher Gerätetypen wie zum Beispiel den Mehl-topf, den Essigkrug und den Gärtopf.

Die zeitgenössischen Töpfer suchen ihre Vorbilder nur noch vereinzelt imlokalen Formengut, und auch nicht mehr in den berühmten europäischen Töpfer-gebieten, die in den letzten Jahrhunderten so große Bedeutung hatten wie das,Rheinland( salzglasiertes graues Steinzeug), Schlesien( Braungeschirr), Holland( Delfter Fayencen) und Italien( Majolika). An bedeutender Stelle unter den ange-wandten Stilmitteln liegt derzeit die Aufnahme asiatischer Einflüsse, die überEngland in den Schöpfungsprozeß europäischer Keramiker Eingang findet.

Wahl der Rohstoffe- Brennofenformen

Ersichtlich wird der jeweilige Werkstattrend auch in der Verwendung der Ton-sorten und der Wahl der Brennöfen. Die deutschen Steinzeugtone haben vorallem den Vorteil, daß sie bei hohen Brenntemperturen sintern, d.h. wasserun-durchlässig werden. Der Umgang mit Geschirr schreibt vor, daß dieses demGebrauch in den modernen Haushaltsgeräten standhalten muß( Geschirrspüler,Mikrowelle). Die Ware von zehn Töpfern in unserer Ausstellung wurde aus Stein-zeugton gedreht. Elf Töpfer verwenden Irdenware, darunter acht Töpfer den fertigaufbereiteten Stoober Ton und nur drei machen sich die Mühe, neben Steinzeug-ton auch lokalen Irdenwareton zu verdrehen. Steingut wird in zwei Töpferbetrie-ben zum Eindrehen verwendet und nur in einem Fall wird damit getöpfert.

Steinzeugtone aus Deutschland und lokale Tone geben einzeln und in Kom-bination miteinander dem Töpfer durch die Anwendung höherer Brenntempera-turen die Möglichkeit, selbstgefertigte Glasuren zu verwenden. Nur drei Töpfer

Porzellan

Steingut

Steinzeug

Irdenware

Die ton- keramischen Werkstoffe der niederösterreichischen Töpfer

Anzahl

2

4

8

10

12

Statistik: C. Peschel- Wacha