Katharina Kinder-Kurlanda, Miriam Fahimi,Lina Franken, Nikolaus Poechhacker,Tim Schaffarczik und Berit ZimmerlingEthnografien des Digitalen:Künstliche Intelligenz alsForschungsgegenstand derEmpirischen KulturwissenschaftDieser Beitrag fasst die Kurzvorträge und die anschließende Publi-kumsdiskussion im Rahmen des Roundtables„Ethnografien desDigitalen: Künstliche Intelligenz und die Zusammenarbeit in derTechnikentwicklung“ auf der 30. Tagung der Österreichischen Gesell-schaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde zusammen.Der Roundtable widmete sich der Frage nach der Rolle von empi-risch-kulturwissenschaftlicher Ethnografie in Kontexten, in denenSysteme künstlicher Intelligenz(KI) entwickelt werden oder zumEinsatz kommen. Dabei wurde – aus der Perspektive v erschiedenerProjekte – sowohl gefragt, welche Möglichkeiten einer ethnografi -schen Positionierung es in technischen Entwicklungsprojekten über-haupt gibt, als auch welche Besonderheiten der ethnografische Blickin solche Kontexte einbringt. Zudem wurde diskutiert, wie die Rolleder verantwortungsvollen Mitgestaltung von neuen Technologien, dieihr Potenzial zur Gestaltung von Alltagen und Lebenswelten womög-lich erst in der Zukunft entfalten werden, aufgegriffen und produktivgenutzt werden kann und sollte.Die Ethnografie als Zugang zur Erforschung digitaler Räumeund Phänomene ist bereits seit Langem etabliert. Ethnografinnenund Ethnografen erforschen„the complex relationships betweenthe local practices and global implications of digital media, theirmateriality and politics, and their banal, as well as profound, pre-sence in cultural life and modes of communication“1. EthnografischeArbeiten liefern wesentliche Erkenntnisse über die Bedingungen der
Aufsatz
Ethnografien des Digitalen : künstliche Intelligenz als Forschungsgegenstand der Empirischen Kulturwissenschaft
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