Aufsatz 
Alltage und Kultur/en der Digitalität : (empirisch-)kulturwissenschaftliche Perspektiven auf den soziokulturellen Wandel
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Ute Holfelder, Roland W. Peball,Janine Schemmer, Klaus SchönbergerAlltage und Kultur/en der ­Digitalität.(Empirisch-)Kulturwissen-schaftliche ­Perspektiven aufden soziokulturellen WandelKulturwissenschaftliche Forschung zu Alltagen und Kultur/en derDigitalität bewegt sich in einem merkwürdigen Spannungsfeld: Zumeinen gilt es oft, Aufmerksamkeit und auch Förderung bei einemThema zu beanspruchen, das viele eher den technischen Fächernzuweisen meist unter Bezeichnungen wie Digitalisierung und digi-taler Wandel, welche die Technik bzw. Technologien und deren Ent-wicklung fokussieren. Zum anderen gibt es unter dem mittlerweileetablierten Begriff der Digitalität1, der bestehende und emergenteMensch-Technik-Relationen in den Blick nimmt, zahlreiche themati-sche und programmatische Publikationen auch in der EmpirischenKulturwissenschaft. Über Infrastrukturen, digitale Methoden2sowieDigitalität in Museen und Archiven wird bereits an vielen Ortengeforscht, gelehrt und publiziert.31Vgl. Felix Stalder: Kultur der Digitalität. Berlin 2016.2Vgl. u. a. Lina Franken: Digitale Methoden für qualitative Forschung.Computationelle Daten und Verfahren. Münster 2022; Dennis Eckhardt,Martina Klausner(Hg.): Digital[ität] Ethnografieren. Forschungsmetho-den für den digitalen Alltag. In: Kulturanthropologische Notizen 85, 2023.3Vgl. Ina Dietzsch, Lina Franken, Sabine Imeri u. a.: Quo Vadis kul-turwissenschaftliche Digital Humanities? In: Digital Humanities imdeutschsprachigen Raum(DHd), 2024. Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.10698334; Christoph Bareither: Capture the Feeling:Memory Practices in-between the Emotional Affordances of HeritageSites and Digital Media. In: Memory Studies 14, Heft 3, 2021: SpecialIssue: LocatingPlaceless Memories: The Role of Place in Digital­Constructions of Memory and Identity, S. 578–591.