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Zur Sage von den Nibelungen
Entstehung
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notwendige Abschluss des Mythus und tritt auch übereinstimmend in der Sage als solcherauf. Wer aber der Wesensantipode des Siegfried sein muss, ist klar: je nach der Deutungder Dämon des Winters oder der des Dunkels, wenn beide nicht etwa gar identisch sind.Streng folgerichtig musste daher Siegfried durch den Drachen sterben, wie er durch Über-windung des Drachen seine Herrschaft gewonnen hatte. Diese Sagengestaltung tritt jedochin keiner Quelle der Nibelungensage auf, sondern stets ist es ein Mitglied des burgundischenKönigshauses, das den Mord an ihm begeht, und verantwortlich ist das gesamte Königs-geschlecht, ausser Giselher, nach der Nibelungendichtung. Somit sind historische Personenin die Funktion eines dämonischen Wesens eingetreten.

Den Hort

Die burgundischen Könige, einschliesslich Hagens, führen nun in allen Arten vonQuellen der Sage den Namen Nibelungen oder Niflungen( vgl. Müllenhoff, Ztsch. 12, 290 ff.Heinzel, Wien. Akad. 1885, S. 674 f.). Dass die Bedeutung dieses Namens wenigstensursprünglich nicht die von Helden, Fürsten" war, hat Heinzel gezeigt( a. o. 675). DieBedeutung des Namens als, Nebelreichskinder" ist die ursprüngliche und ihrem Sinne nachmythisch. Nun tragen diesen Namen nicht bloss die Burgunden, sondern offenbar ursprüng-licher mythische Wesen, von denen Siegfried nach deutscher Sagenüberlieferung den mythi-schen Schatz gewinnt. Im Nibelungenliede Str. 88 fgd. giebt Hagen in einer zweifellosinterpolierten Partie die Erzählung, wie Siegfried von Nibelunc und seinem Bruder Schilbune,den Söhnen des Nibelunc ,, des rîchen küneges", den Hort gewinnt. Als Siegfried alleineohne alle Hülfe ritt, fand er vor einem Berge bei Nibelunges Hort sehr viele kühne Männer,die ihm bis dahin sehr unbekannt waren. Hierher war der Hort vollständig aus einemBerge getragen, also aus einer mythischen Stätte, der Wohnung von Elben.wollen ,, teilen der Nibelunge man", das können nur die genannten Helden sein. Siegfriedkommt zu ihnen, einer von ihnen erkennt ihn, Schilbunc und Nibelune empfangen ihn wohlund bitten ihn mit gemeinem râte"( also einmütig) ihnen den Schatz zu teilen; also habenvorher die Helden der Könige für ihre Herren den Hort teilen wollen, nicht etwa für sich.Die jungen Fürsten geben dem Siegfried zum Lohne( ze miete) das Schwert Nibelungs,wie sich später zeigt, mit Namen Balmunc. Doch der Dienst, den er ihnen erweist, stelltsie wenig zufrieden, sie geraten in Zorn. Offenbar beginnen sie den Kampf mit Siegfried,denn es heisst weiter: Ihre Mannen helfen ihnen nichts, ihre 12 Riesen erschlägt Siegfriedund 700 Recken bezwingt er durch die Furcht, die sie vor dem Schwerte( mythisch!) undihm selbst hegen. Sie machen ihm Land und Burgen unterthan. Auch die beiden Königeerschlägt Siegfried. Der starke Zwerg Albrich greift ihn an, seine Herren zu rächen, wobeidie Situation nicht klar ist, wenn es heisst: ,, alsam die lewen wilde si liefen an den perc, er( Siegfr.) die tarnkappe sît Albrîche an gewan." So ist Siegfried Herr des Hortes,er lässt ihn dahin bringen, woher ihn ,, die Niblunges man" genommen haben, d. h. nach90,2 in den Berg. Albrich macht er zum Kämmerer, dieser muss ihm Eide schwören unddient ihm als Knecht. Offenbar ist dieser Bericht eine höchst ungeschickte Epitome auseinem ausführlichen Gedichte, oder jedenfalls einer ausführlicheren Erzählung; die ver-

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