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Vorwort zu einem kritischen Versuch über die mythischen Grundbestandtheile der Nibelungensage
Entstehung
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Längere Vertretungen waren erforderlich für die Collegen Dr. Büttner- Wobst vom 1. Aprilbis 31. Mai und Lichtenauer vom 25. Juni bis 6. Juli wegen Einberufung zum Dienst in derArmee, Dr. Ma nitius vom 6. bis 18. Mai wegen Einberufung zur vierzehntägigen Dienstleistungbeim Sanitätsdetachement, Dr. Wimmer wegen Erkrankung vom 18. Januar bis zum Schlusse desSchuljahres. Während des Monats Mai trat für Oberlehrer Dr. Büttner- Wobst der Probandus undCandidat des höheren Schulamtes Dr. Constantin Schwede ein, und wurde der erforderliche Stell-vertretungsaufwand durch die städtischen Collegien geneigtestens bewilligt. Während der übrigen obenangegebenen Zeiträume wurde die erforderliche Vertretung durch die Collegen geführt.

Die übrigen Vacanzen, in der Gesammtzahl einundzwanzig, beschränkten sich je auf wenige Tage.

Am 22. März vor. Jahres wurde der 81. Geburtstag Sr. Majestät des deutschenKaisers Wilhelm durch eine gemeinsame Morgenandacht festlich begangen. Nach dem Gesangeeines Chorales hielt Prof. Dr. Abendroth eine Ansprache an die Schüler, in welcher er den Wieder-hersteller des Reiches, dessen Heldensinn, gepaart mit milder Herrschertugend, Deutschland aus Zer-rissenheit und Schmach zur Einigkeit und Macht geführt habe, feierte. Hierauf folgten Declamationender Obertertianer Rudolf Göhler und Moritz Naumann und ein allgemeiner Schlussgesang.Die öffentliche Feier der Entlassung derjenigen Schüler, welche zu Ostern dieReifeprüfung bestanden hatten, fand am 23. März 1878 nach der im vorjährigen Programm( S. 30)verzeichneten Ordnung statt. Bei derselben waren die Herren Stadtrath Heubner, BauunternehmerSchöne und Director Heger als Vertreter der Schulbehörde und des Stadtverordnetencollegiumszugegen.

Die öffentlichen Prüfungen wurden am 10. und 11. April, und zwar für Untertertiaund die unteren Klassen in der Aula, für die übrigen Klassen im Gesangsaal abgehalten. Bei den-selben waren anwesend die Herren Oberbürgermeister Dr. Stübel, Bürgermeister Kürsten und dieStadträthe Böttger, Gottschalck, Hultzsch, ferner aus der Mitte des Stadtverordnetencollegiums dieHerren Ministerialregistrator Geyh, Dr. med. Hänel, Dr. med. Hübler, Advocat Emil Lehmann, AdvocatMeyer, Pastor Dr. Peter, ausserdem die Herren Oberconsistorialrath Dr. Zapff, Consistorialrath Dr. Löber,Oberappellationsrath Rüger, Regierungsrath Dr. Böhme, Bürgermeister a. D. Neubert und zahlreicheandere Gönner und Freunde der Schule.

Da der Geburtstag Sr. Majestät des Königs Albert in die Osterferien fiel, so fandeine Nachfeier in der ersten Schulwoche, Donnerstag den 2. Mai statt. Nachdem der Singechordas> Salvum fac regem« von Hauptmann vorgetragen und Oberlehrer Dr. Sperling ein Gebetgesprochen hatte, behandelte Oberlehrer Dr. Wimmer als Festredner im Anschluss an eine StelleCicero's( pro Deiot. 26) die regiae virtutes unter Bezugnahme auf die königliche Geburtstagsfeier,und ging darauf zu einer eingehenden Besprechung des Prometheusmythus über, insbesondere bei demgefesselten Prometheus des Aeschylus verweilend. Es folgten ein lateinischer Vortrag des OberprimanersPaul Wagler über den Wahlspruch Friedrich August II.» Vertrauen erweckt wieder Vertrauen<( habita fides ipsam plerumque obligat fidem, Liv. 22, 22), und eine deutsche Rede des OberprimanersRichard Wagner über Iphigenia auf Tauris, mit eingehender Berücksichtigung der gleichnamigenDramen Euripides' und Goethe's. Zuletzt sang der Chor die Motetté» Wenn ich rufe zu Dir, Herr<<von Merkel.

Hieran schloss sich am 18. Juni zur Feier des silbernen Ehejubiläums Ihrer Majestätendes Königs Albert und der Königin Carola ein festlicher Actus, welchen der Singechormit dem>> Salvum fac regem« von Oskar Wermann eröffnete. In der Festrede entrollte OberlehrerDr. Urbach ein fesselndes Charakterbild unseres Königs, verbunden mit einer Schilderung der be-wegten Zeiten und der grossen geschichtlichen Ereignisse, bei denen Se. Majestät als Feldherr undHerrscher hervorragenden Antheil genommen hat. Aus dem Schülerkreise sprach der OberprimanerKarl Kretschmar in lateinischer Rede über die königlichen Tugenden, woran sich der Vortrageines deutschen Festgedichtes durch den Oberprimaner Paul Wagner und der Wüllner'schen Motette» Gloria in excelsis deo« durch den Singechor schlossen. Anwesend waren die Herren Stadtrath Heubner,Geh. Hofrath Dr. Petzholdt, Director Prof. Dr. Kloss, Stadtverordneter Bauunternehmer Schöne und

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