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Ueber die Quellen zu Boners Edelstein
Entstehung
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Zu Ostern:

1) Max Steffeck, Sohn eines Rittergutsbesitzers aus Kropstädt bei Wittenberg, evangelisch, 21 Jahrealt, 2 Jahre in der Prima der Anstalt. Er studirt Jura.

2) Karl Schmilinsky, Sohn eines Rentier und früheren Rittergutsbesitzers, aus Lubin( Kreis Kosten),evangelisch, 19 Jahre alt, 8 Jahre auf der Anstalt, 2 Jahre in der Prima. Er studirt Jura.

Durch Tod verlor die Anstalt zwei Schüler, den Schüler der ersten Classe Wilhelm Padell und denSchüler der zweiten Classe Hans Kruschat. Die Anstalt nahm von ganzem Herzen an dem Schmerz derEltern Theil.

Das Schuljahr begann am 13. April. Der Unterricht wurde zu Pfingsten vom 22.- 28. Mai, imSommer vom 4. Juli bis 3. August, im Herbst vom 26. September bis 12. October, zu Weihnachten vom19. December bis 4. Januar durch Ferien unterbrochen.

Der Jahrestag der Schlacht bei Sedan wurde am 2. September durch Gesang, Rede und Declamationgefeiert. Die Festrede hielt der Primaner Dittmer.

In der ersten Schulwoche des laufenden Jahres wurde durch die Schüler des Gymnasiums der Phi-loctet des Sophocles mit den Chören und der zur Handlung gehörigen Musik nach der Composition desUnterzeichneten aufgeführt. Eine kleine Bühne war in der Aula gebaut mit einer Scenerie, das Gestade vonLemnos darstellend. Vor derselben bewegte sich in der Orchestra der Chor um die Thymele. Ein Scena-rium mit der Uebersetzung der Chöre wurde zur Orientirung über den Gang der Handlung im Saale vertheilt.Dasselbe war vom Herrn Oberlehrer Dr. Lüttge verfasst, der den Director auch beim Einüben der Darstellerunterstützt hatte. Es fanden 3 Vorstellungen statt, eine am 5. Januar für Schüler, eine am 7., zu der sichein zahlreiches Publicum meist Einheimischer eingefunden hatte, und eine am 9. Januar, zu welcher dieKöniglichen Behörden, Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung und eine grosse Zahlvon Gelehrten und Künstlern, zum Theil aus der Hauptstadt, eingeladen waren. Es ist zu erwarten, dass diejugendliche Begeisterung, welche die Schwierigkeit der Aufgabe überwinden liess, sowie die durch die Dar-stellung bewirkte sittliche Erhebung, Frucht tragen und nicht nur die mitwirkenden, sondern auch die zu-schauenden Schüler zur Hingabe an alles Edle und Schöne anfeuern werde. Die Darsteller waren die Pri-Paul Dittmer( Philoctet), Erich Proels( Neoptolemos),' Arnold von der Horst( Odysseus), RichardKoehler( Emporos), Max Steffeck( Hercules), Carl Schmilinsky( 1. Chorführer), Fritz Winzer( 2. Chorführer).Choristen waren ausserdem die Primaner: Christian Hülsen, Max Steffeck; die Secundaner: Federigo Minlos,Walther Dieterici, Carl Menzel, Georg Schmilinsky, Reinhold Klein, Ludwig Neuhauss; die Tertianer: CarlHülsen, August Beringer, Julius Czach, Ludwig Keller, Edgar Sterry, Wilhelm Dieckmann.

In den Lehrer- Conferenzen wurden Gegenstände der Disciplin und des Unterrichts behandelt, aucheine Revision des Religions- und französischen Lehrplans vorgenommen.

Es ist oben( u. II) eine Verfügung mitgetheilt worden, durch welche die Aufmerksamkeit auf dievom Berliner Magistrat beabsichtigte Errichtung eines Märkischen Provinzial- Museums gelenkt und zurMitwirkung und Förderung eingeladen wird. Es soll in demselben die gesammte culturhistorische Entwickelungunserer Provinz durch eine fortlaufende Reihe interessanter und belehrender, öffentlich auszustellender undmit guten beschreibenden Catalogen auszustattender Gegenstände veranschaulicht werden. Es ist daher zuwünschen, dass diejenigen, welche Objecte von culturhistorischem Interesse besitzen, dieselben zum gemeinenNutzen dem zu errichtenden Museum einverleiben. Den Einsendern wird dankend quittirt und ihr Name beiden in das Museum gestifteten Gegenständen vermerkt werden. Einsendungen sind an den Magistrat vonBerlin unter Adresse des Stadtrath Friedel, Rathhaus, Zimmer 100, zu richten, und wird gebeten, sehr volu-minöse Objecte vorher anzumelden.

Der unterzeichnete Director ist gern bereit, über Eintheilung und Einrichtung des Museums, sowieüber einzelne bei Einsendungen in Frage kommende Punkte Auskunft zu ertheilen.

Es möge hier zugleich der Anfänge des Archivs für Geschichte der Stadt Charlottenburggedacht werden. Es ist die Anregung hierzu vor Jahresfrist von dem Unterzeichneten ausgegangen und dasKönigl. Gymnasium als natürlicher Centralpunkt für dasselbe hingestellt worden. Durch Einrichtung einessolchen soll dafür gesorgt werden, dass die Materialien zur Localgeschichte, die ja bisher noch keine aus-gedehnte ist, nicht verloren gehen. Es wird darin zunächst Alles gesammelt werden, was die jetzige Zeitbetrifft, sodann soll aber gesucht werden den Stoff für die ältere Periode nach Kräften zu vervollständigen.Zu diesem Zweck ist ein Folio angelegt, in das Notizen und Copien wichtiger Urkunden verzeichnet werden.Ausserdem werden Zeitungen, Bücher, Stiche u. s. f. gesammelt. Einsendungen für das Archiv wird derDirector gern in Empfang nehmen. An Geschenkeu sind in diesem Jahr eingegangen: 1. vom Herrn Kauf-mann Isaac ein Jahrgang der neuen Zeit; 2. vom Herrn Dr. Wallmann mehrere Jahrgänge des alten Charlotten-burger Wochenblattes; 3. von Herrn von La Roche; historisch- genealogischer Kalender von 1830, enthaltendBeiträge zur Geschichte Berlins; 4. vom Ober- Tertianer Hülsen Berlin und Potsdam, von J. D. F. Rumpf,Berlin 1823( enthaltend eine Beschreibung Charlottenburgs); 5. vom Primaner Hülsen Bebauungsplan Char-lottenburgs vom Jahre 1862; 6. von Herrn Jacobson Abbildung der Schlossfaçade( Johann Böcklin sculp. Berolin);