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Ueber die Quellen zu Boners Edelstein
Entstehung
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piebat depositum. Cum autem secundus venisset post multos dies, requisivit pecuniam tra-ditam, quae stupefacta ad unum advocatum accessit, tunc ille dedit talem responsionem: inpactis est quod simul ambo esse debeant, quum reddetur depositum: et ideo adducsocium tuum et restituetur tibi; qui non potuit adducere socium, qui iam depositum habuerat.Für andre Fabeln Boners sind die G. R. nicht Quelle, Goedeke sagt zwar, Bon.87 sei wol aus den G. R., doch ich habe sie darin nicht finden können; cap. 56 handeltde memoria mortis, die Erzählung ist aber eine ganz andre. Noch sei erwähnt, dass Bon. 20in cap. 79 sich findet, wenn B. auch für diese Fabel dem Anon. Nev. gefolgt ist.

Was die übrigen Fabeln Bon. anbetrifft, so verweise ich für Bon. 48 auf Haupts Zeit-schrift XIII,( 1867) S. 320, wo Müllenhoff ein der Bonerschen Fabel ziemlich genauentsprechendes Gedicht des Paulus Diaconus veröffentlicht. Vorher hatte J. Grimm überdiese Fabel gehandelt, in den Monatsberichten der Berliner Akademie vom Januar 1851( Kleinere Schriften Band 5) uud in Pfeiffers Germania II, S. 378.

Zwei andre Fabeln, die 43. und 70., finden sich in dem Anonymus vetus ineditus,der, soweit er nicht mit seiner ursprünglichen Quelle, dem Romulus, übereinstimmt, beiRobert, Fables inédites, Paris 1825, abgedruckt ist. Ueber ihn handelt Robert, EinleitungS. 90. Der Inhalt von Bon. 43 ist: Eine alte Maus befahl, ehe sie fortging, um Nahrungzu holen, ihren Kindern, das Haus nicht zu verlassen, da überall Gefahren drohten. Dochdie Jungen liefen bald heraus und sahn einen Hahn mit Hühnern sich nahen. Erschrecktflohen sie, wurden indes bald dreister, da dieser sie garnicht beachtete, und kamen zu einerschlafenden Katze. Während sie noch sorglos um dieses anscheinend sanfte Tier herumliefen,kehrte die alte Maus zurück. Als diese hörte, was ihnen begegnet war, belehrte sie sie überihren grossen Irrtum und sagte, die Katze gerade sei ihrer aller grösster Feind. Die Nutzan-wendung, die daraus gezogen wird, ist: ez treit mang mensche eis engels schîn, und hâtdoch tiuvellîchen sin. Bei Robert II, S. 12( zu La Fontaine VI, 5) gibt die Maus ihren Kinderndie Lehre, vor dem Hahn sich nicht zu fürchten, wol aber vor der heuchlerischen Katze.Es heisst dort:

De Gallo et Mure.

Mus genuit murem; dogmatiza vit eamdem:Filia pulchra mihi, dogmata disce patris;Cum procul exieris lustrura foramine nostro,Occurrenti tibi militi fide probo;

Miles adest gallus armatus cuspide rostro,

Orans in cinere balbitat ipse catus.

Sis secum: tibi non sit formidine miles.

Subdolus hypocrita te vorat ipse catus;

Hypocritis adhibenda fides non est neque fictis.

Multis mellita verbula saepe nocent:

Dissimulare student conceptum mente venenumDuplicibus verbis saepe venena fovent.

Hier hat nur Robert als Parallele Bon. 43 angeführt, während Oesterley zu N. 530 vonPaulis Schimpf u. Ernst nur Joh.nur Joh. de Bromyard, Summa praedicantium, der als ausspäterer Zeit stammend nicht Boners Quelle sein kann, angibt. Und doch ist das StückPaulis dem des An. vet. ined. nicht minder gleich. Pauli N. 530 lautet: Es lert ein mausz

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