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Wolframs von Eschenbach Reimbearbeitung des Pârsîwalnâmä
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Wolframs von Eschenbach Reimbearbeitung des Pârsîwalnâmä

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W. im 4. Tor ergebnislos vor sich gegangen) der Erwerb des hl.Gralsrosses, ein entscheidender Umstand, getreten.

Wir beobachten, ein babylonischer Prozessions- Kultbegang, auf-genommen ins Manichäertum, wohl konserviert, wie dergleichenauf religiösem Gebiet oft zu bemerken, wird zur realen leiblichenErdenreise ausgestaltet( ohne 13 Tage und Stationen schon imsyr. ,, Perlenlied") und liegt uns heute als Teil eines RittergedichtsDie vorschriftlichen Ereignisse der 13 Tage haben sich beiWolfram nicht vollständig rein erhalten, sondern sind durch ge-wisse Einschübe verrückt. Es glückte jedoch die Interpolationenzu erkennen und die alte Reihenfolge zu rekonstruieren.

vor.

In die vielen Einzelheiten, die hauptsächlich literaturwissen-schaftlich fesseln, wollen wir nicht eingehen, sondern lieber einigegeschichtlich- geographische Umstände, die der Urverfasser bei derVerritterlichung der alten Legenden zweckmäßig eingemengt hat,betrachten. Da ist einmal der Räuberkönig Lähelin, dessenTaten immer nur als bereits vergangen erwähnt werden. Er selbstscheint schon der Vergangenheit anzugehören. Dies führt uns indie furchtbare Zeit der Weißhunnen, Hephtaliten oder Hîtâl,Hûna des 5./6. Jahrh. Die nach Nordwestindien eingebrochenenScharen standen unter den ,, Laelih" als Königen. Grausam underoberungssüchtig, wie sie waren, brach ihre Herrschaft erst 544durch die große indische Koalition zusammen. Es ist bekannt, daßsie auch Sistan und das Hilmändtal, also die Mittelpunkte unseresGedichts, beherrscht und durchplündert haben. Durch fast 50 Jahrestanden z. B. die nestorianischen Bischofssitze dieser Gegend ver-waist. Lähelins Bruder Orilus steht nicht sehr weit hinter seinemBruder zurück. Als seine Residenz wird Lalant, d. h. wohl Landiam Hilmändknie, angegeben. Der Name geht auf iran. Horoles,belegte Nbf. zu Herodes, aw. huraudha ,, von schönem Aussehen"zurück.

Als Parsiwals Heimat wird Wals angegeben. Das kann schondeshalb nicht etwa Wales sein, weil ein Fürst des Landes Turken-tals heißt: np. turkân ,, Türken", armen. dêls ,, Sohn". In Waleshaben nie Türkensöhne Fürstenwürde bekleidet. Wir verweisenauf des P. B. Goes ,, Galcia"( 1603), v. Meyendorffs Ghaltscha( 1826).Es sind die Iraner des West- Pamir, Ost- Bucharas bis Taschkändhin. Wolfram gibt an, daß sie als ,, toerresch" und ,, ungefüge"galten. Aber sie waren brave Zarathuschtrer und Manichäer. AlsMitglied dieser Stämme wird uns Parsiwal vorgestellt. Der be-rühmte Schmied Kâwä der iran. Heldensage tritt bei Wolfram alsSchmied Trebuchet auf. Den seltsamen Namen( Neufrz. Mause-falle, afrz. Schlagfalle) wird man aus einem Übersetzungsmiẞver-

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